Ein Pariser Gericht hat den französischen Schauspieler Gérard Depardieu der sexuellen Übergriffe gegen zwei verschiedene Frauen an einem Filmset im Jahr 2021 für schuldig befunden. Es handelt sich dabei um einen der prominentesten #MeToo-Fälle, die bislang vor ein französisches Gericht gebracht wurden.
Depardieu, eine herausragende Persönlichkeit des französischen Kinos, hatte während des gesamten Prozesses jede Schuld von sich gewiesen. Sein Anwalt forderte die Einstellung des Verfahrens. Doch Richter Thierry Donard erklärte, Depardieus Darstellung der Ereignisse sei nicht überzeugend gewesen.
Die Staatsanwaltschaft beantragte für den 76-jährigen Depardieu eine auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafe von 18 Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro (22.250 US-Dollar).