Wie sich die Bilder gleichen: Bereits vor zwei Jahren erlebte die Spielgemeinschaft Münster/Holzheim einen Aufstieg in die Kreisliga, ohne an diesem Tag selbst aktiv gewesen zu sein. Damals war ein Sieg der SpVgg Lagerlechfeld ausschlaggebend, dieses Mal war es Tur Abdin Augsburg. Letztere setzten sich am Mittwochabend in Welden mit 2:0 gegen den TSV Offingen durch und machten somit ihren Aufstieg in die Bezirksliga klar. Damit entfallen zugleich alle weiteren möglichen Relegationsrunden zur Kreisliga im Fußballkreis Augsburg, in denen sich die SG nach ihrem 2:1-Sieg gegen Gersthofen II am Samstag noch befand. Unter den 1330 Zuschauern am Mittwoch war auch eine große Delegation aus dem Lechgebiet.
Diese reiste eigens mit einem Bus nach Welden an, um die Augsburger anzufeuern. Denn hätten diese verloren, wäre die Relegation für die SG weitergegangen. Das hat sich aber nun erledigt; Münster/Holzheim kehrt direkt in die Kreisliga zurück. Dort spielen in der neuen Saison unter anderem auch die weiteren Releganten BC Adelzhausen, der TSV Leitershofen und Türk Augsburg II. Sie alle profitierten von diesem Sieg Tur Abdins insofern, dass sie ohne weitere eigene Begegnung aufsteigen beziehungsweise die Klasse halten. „Natürlich wäre es etwas anderes, wenn man das selbst mit einem Sieg in einem Entscheidungsspiel schafft – aber unter dem Strich steht der Aufstieg und nur das zählt am Ende“, sagt Münsters Abteilungsleiter Philipp Fetsch.
Gemeinsamer Jubel von Münster/Holzheim und Tur Abdin nach Sieg
Die Stimmung in Welden sei trotz des eher miesen Wetters bestens gewesen, auch wenn es die Augsburger spannend machten: Sie erzielten beide Treffer, einen markierte der ehemalige Rainer Regionalligaspieler Arif Ekin, erst in der Schlussphase. „Tur Abdin hat es total gefeiert und sich bedankt, dass wir sie so angefeuert haben“, schildert Fetsch den gemeinsamen Jubel nach dem Abpfiff.
Die Feierlichkeiten der SG setzten sich im Bus nach Hause nahtlos fort, ehe privat noch bis weit in die Nacht hinein weiter gemacht wurde. Für das Wochenende sind schon die nächsten Aktionen geplant. „Wir haben über große Teile eine gute und stabile Saison gespielt“, bilanziert Fetsch. Von daher sei der Aufstieg sicher nicht unverdient. Dass es aber eine Klasse weiter oben anders zur Sache geht, ist dem Funktionär klar – schließlich war man erst vor einem Jahr abgestiegen: „Die Kreisliga Ost ist brutal gut. Aber jetzt feiern wir erstmal und dann geht es in die verdiente Sommerpause.“