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Stuttgart – Alles sah so gleichförmig aus. Zu gleichförmig. Da schöpften die Zöllner Verdacht. Mega-Fund am Flughafen Stuttgart. Beamte stellten nach der Landung eines Flugzeugs aus der Türkei 107.000 Schmuggel-Zigaretten sicher. Wert: rund 50.000 Euro. Ein derart großer Fang gelang dem Zoll zuletzt vor sieben Jahren.

Sechs Koffer voll mit Schmuggel-Zigaretten

Die Zöllner wurden auf einen Bulgaren (35) und seine beiden Begleiterinnen (22, 27) aufmerksam. Das Trio zog sechs neue Hartschalenkoffer hinter sich her, ging geschlossen zum grünen Ausgang für anmeldefreie Waren. Zoll-Sprecher Thomas Seemann (49): „Hier wurden die Reisenden vom Zoll angesprochen und zu einer Kontrolle gebeten.“ Dabei habe sich gezeigt, dass die Koffer ausschließlich für den Transport von 536 Stangen Zigaretten genutzt wurden. Seemann: „Lediglich im Handgepäck führten der Mann sowie die zwei Frauen einige persönliche Gegenstände und etwas Bekleidung mit sich.“

Ein gutes Näschen hatten die Zöllner am Flughafen Stuttgart

Ein gutes Näschen hatten die Zöllner am Flughafen Stuttgart

Foto: Hauptzollamt Stuttgart

Zoll leitet Strafverfahren ein

Gegen die drei Bulgaren wurde ein Strafverfahren wegen Einfuhrschmuggels eingeleitet. Bei ordnungsgemäßer Anmeldung wären für den Tabak mehr als 30.000 Euro Einfuhrabgaben zu bezahlen gewesen, so Seemann. Es komme zwar immer wieder vor, dass Reisende die Einfuhr-Bestimmungen (200 Zigaretten pro Person) nicht kennen – aber: „Der aktuelle Fall unterscheidet sich davon deutlich: Die große Menge und die Art des Transports sprechen für ein gezieltes Vorgehen.“

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Nicht einmal ihre neuen Koffer durften die Schmuggler behalten. Die Gepäckstücke gelten als Tatmittel und wurden eingezogen.

Bereits im Februar bewiesen die Stuttgarter Zöllner ein gutes Gespür, als sie Koffer voller Kohle entdeckten. Gegen Spieler und Funktionäre eines Pforzheimer Fußballvereins wird seither wegen Geldwäsche ermittelt. Inzwischen hat der betroffene Club Insolvenz angemeldet.