Neue Koalition steht

So wird Frankfurt die nächsten fünf Jahre regiert

  • Oscar Fuchs

11.06.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Rathaus Römer in FrankfurtVergrößern des Bildes

Frankfurter Rathaus Römer (Archivbild): Lange hat es gedauert, doch jetzt steht die neue Koalition. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

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CDU, Grüne und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag mit dem Partner Volt geeinigt. Für Grüne und SPD bedeutet das: Sie müssen im Römer Macht abgeben.

Frankfurt hat eine neue Koalition: Nach langen Verhandlungen haben CDU, Grüne und SPD mit ihrem Kooperationspartner Volt einen Koalitionsvertrag für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Damit steht nun auch fest, welche politischen Aufgaben die jeweiligen Parteien verantworten sollen – oder auch nicht mehr.

Grüne verlieren zwei Dezernate

Die Wahlsiegerin CDU erhält vier Dezernate: Sie soll mit dem Bürgermeister die Vertretung von Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) stellen sowie drei Stadträte. Die Christdemokraten sollen laut dem Koalitionsvertrag für die Mobilität verantwortlich sein – Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) wird demnach abgewählt und die Grünen verlieren das für die Partei wichtige Ressort.

Zudem übernimmt die CDU die Stadtfinanzen und ersetzt den Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff von den Grünen. Zudem bekommt die CDU unter anderem die Zuständigkeiten für Ordnung und Sicherheit sowie Wirtschaft und Stadtmarketing.

Auch die SPD muss ein Dezernat abgeben

Die Grünen kommen nach den beiden Abwahlen auf drei Dezernate. Die Partei bleibt für Soziales und Gesundheit sowie für Klima, Umwelt, Diversität und Antidiskriminierung zuständig. Neu hinzu kommen Immobilien und Bauen, die bislang im Bildungsdezernat unter SPD-Führung angesiedelt waren.

Die SPD behält zunächst drei Dezernate. Eines davon muss sie aber abgeben, sobald die Amtszeiten von Bildungsdezernentin Sylvia Weber und Kulturdezernentin Ina Hartwig 2028 enden. Die SPD bleibt zunächst verantwortlich für Planen, Wohnen, Bildung, Kultur, Wissenschaft und Personal.

Die neue Frankfurter Koalition bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags.Vergrößern des BildesDer Frankfurter SPD-Chef Kolja Müller, die stellvertrende CDU-Chefin Susanne Serke, CDU-Chef Nils Kößler, die Grünen-Vorsitzenden Tara Moradi und Burkhard Schwetje sowie Volt Co-Leads Veronika Dörffler und Christian Tobias Pfaff (v. l. n. r.). (Quelle: t-online)

Volt behält das Dezernat für Bürger und Digitales. Für eine Mehrheit wäre die Partei rechnerisch nicht nötig gewesen. Die Grünen hatten das Bündnis mit Volt aber zur Bedingung gemacht, um Teil einer Koalition zu werden.

Diese Themen stehen im Fokus

Als Schwerpunkte nennen die Koalitionäre Sicherheit und Sauberkeit, schnellere Schulsanierungen, bezahlbaren Wohnraum und eine funktionierende Mobilität. Koalition und Vertrag müssen allerdings noch von den jeweiligen Parteibasen bestätigt werden.

Ein Teil des Koalitionsvertrags: Wichtige Großprojekte, die die Stadt auf den Weg gebracht hat, werden weiterverfolgt. So auch die Einhausung der Autobahn A661, die Entwicklung des neuen Stadtteils im Nordwesten und die Multifunktionshalle am Stadion. Auch das Suchthilfezentrum am Rande des Bahnhofsviertels zählt dazu. Beim Kulturcampus soll es dagegen einen Neustart geben, möglicherweise mit Änderungen an den bisherigen Planungen.

Auch Familien und Mieter sollen entlastet werden: Die Koalition will frühkindliche Bildung künftig komplett kostenfrei anbieten, also auch das erste Krippenjahr. Außerdem sollen mehr geförderte Wohnungen entstehen, ein städtisches Wohngeld eingeführt und die Mietpreisbremse bei der ABG fortgesetzt werden.