Alemannia Aachen setzt auf eine nachhaltige Entwicklung seiner Frauen-Abteilung und verzichtet freiwillig auf die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Frauen-Regionalliga West.

von Marcel Eichholz · Heute, 18:30 Uhr · 0 Leser

Alemannia Aachen verzichtet auf die >Regionalliga.Alemannia Aachen verzichtet auf die >Regionalliga. – Foto: Ralf Zander

Eigentlich hätten für die Frauen von Alemannia Aachen noch zwei Relegationsspiele auf dem Programm gestanden. Als zweitplatzierte Mannschaft der Frauen-Mittelrheinliga hätten die Kaiserstädterinnen an der Aufstiegsrelegation zur Frauen-Regionalliga West teilnehmen und dort auf das zweitplatzierte Team vom Niederrhein, Rhenania Bottrop, treffen sollen. Auf diese Chance verzichtet die Alemannia allerdings freiwillig. Das sind die Gründe.

Lange Zeit sah es so aus, als ob die Aachenerinnen den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga anpeilen würden, zumindest noch über den Umweg der Relegation. Mit 57 Punkten beendeten sie die Saison auf einem starken zweiten Platz. Mit 18 Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage war die Alemannia kaum zu schlagen. Besser war nur die DJK Südwest Köln, ebenfalls auf dem direkten Weg zurück in die Regionalliga, die 20 Spiele gewann und je einmal die Punkte teilte beziehungsweise verlor.

Als zweitplatzierte Mannschaft hätte Aachen gegen Niederrhein-Vize Rhenania Bottrop um den letzten verbliebenen Startplatz in der Regionalliga spielen können, doch darauf verzichtet der verein bewusst. „Nach intensiven Gesprächen innerhalb der Abteilung hat sich die Alemannia jedoch dazu entschieden, auf die Teilnahme an der Relegation zu verzichten. Die Mannschaft wird somit auch in der Saison 2026/27 in der Mittelrheinliga antreten“, erklären die Aachener in den Vereinsmedien. Die Entscheidung sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, aufgrund der gezogenen Schlüsse aus der internen Analyse, habe man sich aber gegen die Relegation entschieden.

Nachhaltige Entwicklung im Fokus

Es wurde deutlich, „dass die Damenabteilung aktuell noch nicht über die notwendigen Rahmenbedingungen verfügt, um einen Aufstieg nachhaltig und verantwortungsvoll umzusetzen. Hinzu kommt, dass die zu Teilen noch sehr junge Mannschaft von einem weiteren Jahr in der Mittelrheinliga profitieren dürfte. Die individuelle Entwicklung, die sportliche Ausbildung sowie die Freude am Fußball sollen weiterhin im Mittelpunkt stehen“.

Deshalb sollen in der kommenden Saison die Strukturen weiter verbessert und ausgebaut werden. Dazu gehören auch ein vernünftiger Unterbau in der Jugend. So ist aktuell eine U19-Mannschaft in Planung, um Talenten eine bessere Entwicklungsmöglichkeit innerhalb des Vereins zu ermöglichen. „dass die Damenabteilung aktuell noch nicht über die notwendigen Rahmenbedingungen verfügt, um einen Aufstieg nachhaltig und verantwortungsvoll umzusetzen. Hinzu kommt, dass die zu Teilen noch sehr junge Mannschaft von einem weiteren Jahr in der Mittelrheinliga profitieren dürfte. Die individuelle Entwicklung, die sportliche Ausbildung sowie die Freude am Fußball sollen weiterhin im Mittelpunkt stehen“, teilt die Alemannia abschließend mit.