Russische Wirtschaft (Symbolbild)

AUDIO: Studie sieht russische Wirtschaft unter wachsendem Druck (1 Min)

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 11.06.2026 19:53 Uhr

19:05 Uhr

Europäische Diplomaten treffen russischen Vize-Außenminister

Die Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens haben bei dem Treffen im russischen Außenministerium nach eigenen Angaben den jüngsten Aufruf ihrer Länder und Kiews zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs dargelegt. Dabei sei es auch um die Unterstützung der Aufforderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine unter Beteiligung der USA und Europas gegangen, hieß es in einer Mitteilung nach dem Treffen.

Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premier Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und Selenskyj hatten sich am Sonntag in London getroffen und eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin riefen sie Kremlchef Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Kriegsende auf. (Quelle: dpa)

18:20 Uhr

NGO: Mehr als 740 Religionsstätten in Ukraine zerstört

In den ersten vier Jahren des russischen Krieges gegen die Ukraine sind mindestens 742 Kirchen und andere Religionsstätten zerstört oder beschädigt worden. Das geht aus einer neuen Statistik hervor, die von der ukrainischen NGO „Arbeitskreis für die wissenschaftliche Untersuchung von Religionen“ veröffentlicht wurde. Zwischen dem 2. Februar 2025 und dem 2. Februar 2026 fielen demnach 99 Sakralbauten dem Krieg zum Opfer. Das waren den Angaben zufolge etwas mehr als im dritten Kriegsjahr, als 93 Religionsstätten beschädigt oder zerstört wurden. (Quelle: KNA)

17:20 Uhr

Ukraine sieht sich zunehmend im Vorteil bei Drohnenkrieg gegenüber Russland

Die Ukraine hat nach eigener Einschätzung im Krieg gegen Russland beim Einsatz von Drohnen die Oberhand gewonnen. Armeechef Olexander Syrskyj sagte gemäß einer Mitteilung bei Telegram, dass die „Ukraine im Wettstreit um Technologie, Innovation und Produktionskapazitäten dem Gegner zumindest in nichts nachsteht und ihm in einzelnen Bereichen sogar voraus ist“. Bei frontnahen ferngesteuerten Drohnen liege das Verhältnis bei 1,5 zu 1 zugunsten der ukrainischen Truppen und verbessere sich weiter.

Im Mai seien bereits 12,7 Prozent mehr gegnerische Ziele getroffen worden als im April. Dazu haben ukrainische Drohnenpiloten seit Jahresbeginn Syrskyj zufolge 12.500 mehr russische Soldaten außer Gefecht gesetzt als Moskau im gleichen Zeitraum anwerben konnte. Der General hob ebenso hervor, dass seine Drohnentruppen im russischen Hinterland bis zu 200 Kilometer hinter der Frontlinie immer effektiver und massenhafter Drohnen einsetzen. Die Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (Quelle: dpa)

16:33 Uhr

Moskau wirft Berlin, Paris und London „destruktive Politik“ vor

Der stellvertretende russische Außenminister Michail Galusin hat den Botschaftern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens eine „destruktive Politik“ im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Wie das russische Außenministerium mitteilte, empfing Galusin die drei Diplomaten in Moskau.

Die Regierungen in Berlin, Paris und London ermutigten die Kiewer Führung, den Krieg gegen Russland mit direkter Unterstützung einer westlichen Koalition fortzusetzen. Der französische Botschafter Nicolas de Riviere sprach nach dem Treffen vor Journalisten jedoch von einem „guten Gespräch“. Eine Erklärung der drei westlichen Staaten (E3) wurde für einen späteren Zeitpunkt angekündigt. (Quelle: Reuters)

10:42 Uhr

Ukrainischer Kommandeur: Lage bei Kostjantyniwka kritisch

Die Lage für die Verteidiger der Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine hat sich weiter verschlechtert. „Kostjantyniwka selbst befindet sich in einer Halbeinkreisung, da der Gegner im Bereich von Tschassiw Jar und Berestok vorgestoßen ist“, sagte Serhij Jaryj, Kommandeur eines Drohnenbataillons, dem Nachrichtenportal „Hromadske“. Die russische Armee versuche die zwei Hauptnachschubwege in die Stadt zu kontrollieren. Dadurch sei die Logistik in einer sehr angespannten Lage.

Ukrainische Lagekarten bestätigen die Umfassung der stark zerstörten Industriestadt von drei Seiten. Zuvor hatten auch andere ukrainische Militärs die Lage als sehr schwierig geschildert. (Quelle: dpa)

10:30 Uhr

AKW Saporischschja erneut ohne Strom

Das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist erneut von der äußeren Stromversorgung abgeschnitten worden. Die zur Anlage führende Hochspannungsleitung sei am Mittowchabend automatisch abgeschaltet worden, teilte die Kraftwerksleitung mit. Die als Reserve bereitstehenden Dieselgeneratoren hätten die Stromversorgung übernommen. Erhöhte Radioaktivität sei nicht ausgetreten. (Quelle: dpa)

05:46 Uhr

Studie sieht russische Wirtschaft unter wachsendem Druck

Die russische Wirtschaft zeigt einer Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und des Stockholm Institute of Transition Economics zufolge deutliche Anzeichen von Erschöpfung. Demnach sind die liquiden Mittel des russischen Staatsfonds seit Beginn des Ukraine-Kriegs stark geschrumpft, während Haushaltsdefizit und Unternehmensverschuldung zunehmen.

Die Forscher verweisen zudem auf sinkende Öl- und Gaseinnahmen sowie eine wachsende Abhängigkeit von China. Russland könne zwar weiterhin Geld für den Krieg mobilisieren, stoße aber zunehmend an Grenzen bei Arbeitskräften, Technologie und Produktionskapazitäten. (Quelle: Reuters)

01:36 Uhr

Selenskyj lobt ukrainische Drohnentruppen und Angriffe tief in Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den 11. Juni zum offiziellen Tag der ukrainischen Drohnentruppen erklärt. Die Ukraine sei das erste Land der Welt, das eine eigenständige Teilstreitkraft für unbemannte Systeme geschaffen habe, sagte Selenskyj.

Nach seinen Angaben wurden seit der Aufstellung der Drohnentruppen vor einem Jahr russische Ziele im Wert von fast 40 Milliarden Dollar getroffen. Besonders wirksam seien Angriffe auf militärische Logistik und die Ölindustrie tief im russischen Hinterland. Selenskyj kündigte an, die Fähigkeiten der Drohnentruppen weiter auszubauen und verwies dabei auch auf jüngste Angriffe auf ein Rüstungswerk in Tscheboksary sowie auf Ziele der russischen Energieinfrastruktur. (Quelle: EBU)

00:27 Uhr

Drohnenangriff auf Raffinerie in Südrussland

Die südrussische Region Krasnodar ist nach Behördenangaben Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Dabei brach in der Raffinerie von Afipski ein Feuer aus. Zudem wurde nach offiziellen Angaben eine Gaspipeline in der Umgebung beschädigt. Zu möglichen Opfern machten die Behörden zunächst keine Angaben. Die Region am Schwarzen Meer zählt regelmäßig zu den Zielen ukrainischer Drohnenangriffe auf die russische Energieinfrastruktur. (Quelle: Reuters)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 10. Juni 2026

Der frühere Nato-General Erhard Bühler bezeichnete die von Russlands Präsident Wladimir Putin angeführte angebliche Bedrohung Russlands durch die Nato als die „größte Lüge“ des Krieges. Zugleich kritisierte er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für die Benennung einer Militäreinheit nach der historischen UPA, deren Mitglieder im Zweiten Weltkrieg Massaker an polnischen Zivilisten verübten.

Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigte sich optimistisch, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine bald vorankommen könnten. Nach einer Einigung zwischen Ungarn und der Ukraine zum Schutz von Minderheiten sei die Eröffnung weiterer Verhandlungskapitel in greifbare Nähe gerückt.

Die Ukraine meldete Angriffe auf militärisch relevante Ziele. Nach Angaben von Präsident Selenskyj traf eine selbst entwickelte Rakete eine Rüstungsfabrik in der russischen Stadt Tscheboksari. Zudem griff das ukrainische Militär Einrichtungen im russisch besetzten Hafen von Mariupol an und erklärte, dessen militärische Nutzung dadurch eingeschränkt zu haben.

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Stadt Pawlohrad wurden nach ukrainischen Angaben mindestens zwölf Menschen verletzt. Ein Wohngebäude wurde beschädigt und ein Brand ausgelöst.

Bei einem Besuch in Estland bekräftigte Selenskyj, dass eine vollständige und bedingungslose Waffenruhe Voraussetzung für ernsthafte Friedensgespräche mit Russland sei. Er sprach sich zudem für internationale Kontrollmechanismen und die Einbindung Europas sowie möglichst auch der USA in mögliche Verhandlungen aus.

00:00 Uhr

Ukraine-News von Donnerstag, 11. Juni 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zum Krieg.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine – Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.