Am Ende schaffte RBL den Einzug in die Königsklasse und so ist man bei den Sachsen eigentlich bestrebt, Werners noch bis 2027 laufenden Vertrag zügig zu verlängern. Gespräche habe es aber noch nicht gegeben. Denn: Nach wie vor seien die Zweifel an Werner auf globaler Ebene groß. So groß, dass trotz des Erreichens des Saisonziels ein Trainerwechsel vollzogen werden soll. Man rate den Leipzigern, ihren Coach freizustellen, das Verhältnis Werners zu Red Bull Soccer wird als „kühl“ beschrieben.

Eine schwierige Gemengelage also für Leipzigs Sportdirektor Marcel Schäfer. Dieser müsse nun unter anderem beurteilen, ob die Situation zu belastend sei und wie sich womöglich ein verpatzter Start in die neue Saison samt erneuter Kritik von Global Soccer auswirken würde. Ebenso fraglich sei, wie das Gezerre um seine Zukunft bei Werner selbst ankomme.

RB holte Werner vor einem Jahr nach dessen freiwilligem Abgang von Werder Bremen und zahlte rund 1,5 Millionen Euro Ablöse. Seine Arbeit ist auf dem Papier jedenfalls erfolgreich: Auf die schlechteste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte 2024/25, in deren Folge RB das internationale Geschäft gänzlich verpasst hatte, folgte unter Werner eine der besten Spielzeiten der Leipziger. Es fehlten lediglich zwei Punkte zum Bestwert aus der ersten Saison 2016/17.