Eigentlich ist man beim Schauspielhaus für schlechtes Wetter gerüstet. Für Aufführungen, die auf dem Gustaf-Gründgens-Platz unter freiem Himmel stattfinden, bekommen die Zuschauer im Zweifelsfall Regencapes, Decken und Sitzkissen. Am Donnerstagabend aber hielt die Ausstattung dem Wetter nicht stand. Die Aufführung „Die unendliche Geschichte“ musste nach der ersten Hälfte abgebrochen werden.
Der erste Teil des Stücks für Kinder und Erwachsene spielt wettergeschützt im großen Haus. Für den zweiten Teil aber ziehen Zuschauer und das Ensemble raus auf die Open-Air-Bühne. In der Pause dazwischen fiel offenbar die Entscheidung, dass eine Fortführung an diesem Abend nicht möglich sei.
Denn erst als die Besucher im Foyer standen, wurde der Abbruch verkündet, berichtet ein Gast. Das Ensemble habe sich noch einmal zum Abschied gezeigt, dann seien die Zuschauer „bedröppelt nach Hause gegangen“, so der Besucher.
„Wenn es richtig schüttet und windet, dann geht es einfach nicht“, sagte eine Sprecherin des Schauspielhauses. Am Donnerstag sei es so stürmisch gewesen, dass bereits alle Schilder und Aufsteller wieder abgebaut werden mussten. Eine Aufführung unter freiem Himmel sei in so einem Fall aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
Die schlechte Nachricht für alle Theatergäste: Sie werden vorerst keine Gelegenheit haben, den zweiten Teil zu sehen. „Es sind leider keine Nachholtermine möglich“, so die Sprecherin. An sechs weiteren Terminen bis zum 5. Juli wird die „Unendliche Geschichte“ von Michael Ende im Schauspielhaus und auf dem Gustaf-Gründgens-Platz zu sehen sein. Doch es seien bereits alle Vorstellungen restlos ausverkauft.