Stand: 11.06.2026 15:23 Uhr

Noch bis zum Freitag ist es am Hamburger Flughafen teilweise deutlich lauter als sonst. Die Luftwaffe führt dort eine Übung mit sechs Tornado-Kampfflugzeugen durch.

Gegen 11 Uhr am Montagvormittag landeten die sechs Kampfflugzeuge das erste Mal auf dem Rollfeld in Hamburg. Am Nachmittag erfolgten die ersten Starts.

Starts und Landungen zwischen 9 und 18 Uhr

Ein Tornado der Bundeswehr im Landeanflug auf den Hamburger Flughafen.

Ein Tornado der Bundeswehr im Landeanflug auf den Hamburger Flughafen.

Vor allem Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich auf ein paar ungewöhnlich laute Start- und Landegeräusche einstellen. Die Kampfflugzeuge vom Luftwaffengeschwader „Immelmann“ in Jagel sollen bis Freitag zwei Mal am Tag zwischen 9 Uhr und 18 Uhr in Fuhlsbüttel starten und landen.

Flugsicherung entscheidet über Start- und Landebahn

Wie beim regulären Flugverkehr entscheidet die Deutsche Flugsicherung, über welche Start- und Landerichtung geflogen wird. Wohin die Tornado-Maschinen fliegen und wie lange sie jeweils in der Luft sind, ist nicht bekannt. Es werde aber keine Tiefflüge der Tornado-Kampfflugzeuge geben, sagte ein Sprecher vom Luftwaffengeschwader.

100 Soldatinnen und Soldaten sind dabei

Insgesamt nehmen etwa 100 Soldatinnen und Soldaten an der Übung mit dem Namen „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ teil. Hintergrund des Trainings: Im Ernstfall sind laut Luftwaffe militärische Basen Ziele möglicher Angriffe. Streitkräfte sollen deshalb in der Lage sein, auf zivile Flughäfen auszuweichen.

Leonhard: „Die Weltlage gebietet es“

„Wir üben hier in dieser Woche die Zusammenarbeit mit den zivilen Partnern“, sagte Oberst Jens Schumacher. Es gehe zum Beispiel um Fragen der Betankung oder der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhardt (SPD) sagte: „Wir werden künftig häufiger solche Übungen sehen. Die Weltlage gebietet es, dass wir vorbereitet sind.“ Die Abläufe an einem zivilen Flughafen müssten trainiert werden. Das sei für den Krisenfall erforderlich.

Wohl keine Einschränkungen für Reisende

Für Reisende in Fuhlsbüttel soll es laut Hamburg Airport wegen der Trainingsflüge keine Einschränkungen geben. Mitte April gab es bereits eine ähnliche Übung der Luftwaffe am Lübecker Flughafen.

Beschwerde-Hotline eingerichtet

Für Beschwerden über Fluglärm hat die Bundeswehr unter 0800 – 8620730 eine Hotline eingerichtet. Man kann sich auch per Mail an FLIZ@bundeswehr.org beschweren. Laut Dachverband der Fluglärmbetroffenen (BIG) gehören die Tornado-Kampfflugzeuge zu den lautesten Maschinen, die in Deutschland eingesetzt werden.

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