Stand: 11.06.2026 12:36 Uhr

Knapp eineinhalb Wochen war die A39 zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Handorf in Richtung Hamburg gesperrt. Nun konnte die sanierte Fahrbahn früher als geplant wieder freigegeben werden.

Seit Mittwochabend sind beide Spuren der A39 in dem betroffenen Abschnitt wieder frei, wie die Autobahn GmbH mitteilte. In den kommenden Wochen gelte dort aber zunächst ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde. Der Grund: Der Asphalt habe noch nicht die „nötige Griffigkeit“, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH dem NDR Niedersachsen. Ursprünglich sollten die Arbeiten vom 1. bis zum 13. Juni dauern. Zahlreiche Schäden mussten den Angaben nach in der Fahrbahndecke ausgebessert werden. Die Umleitung in Richtung Hamburg führte über die Kreisstraße 46 und die B404.

Stadt Lüneburg kritisierte die Sperrung

Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Bündnis 90/Die Grünen) hatte kurz vor der Sperrung gefordert, dass die Bauarbeiten sofort verschoben werden müssten. Das teilte die Politikerin in einem Schreiben an Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Verkehrsminister Hendrik Tonne (SPD) mit. Die Baumaßnahmen seien ein Schlag ins Gesicht für die vielen Berufspendler, hieß es. Denn diese seien bereits durch den aktuell eingeschränkten Fahrplan wegen der Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg belastet. Dementsprechend sollten die Arbeiten an der A39 nach dem Wunsch der Stadt erst nach Ende der Bauarbeiten an der Bahnstrecke beginnen – also nach dem 10. Juli.

Eine spätere Sanierung laut Autobahn GmbH nicht möglich

Die Autobahn GmbH hatte der Forderung entgegnet, dass die Arbeiten planmäßig starten werden. Zudem wird laut Deutscher Bahn ab dem 14. Juni die Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Hannover komplett gesperrt. Dann bestehen noch weniger morgendliche Zugverbindungen zwischen Lüneburg und Hamburg. Die Autobahn GmbH führt an, dass die Sanierung des betroffenen Fahrbahnabschnittes dann für alle Pendlerinnen und Pendler eine noch größere Belastung gewesen wäre. Eine Sanierung der Fahrbahn ab dem 10. Juli ist laut Autobahn GmbH auch nicht möglich. Denn ab Juli werde die betroffene Umleitungsstrecke über die Gemeinde Bardowick (Landkreis Lüneburg) saniert. Bauarbeiten ab Oktober seien wegen der Witterungsbedingungen ausgeschlossen, hieß es weiter von der Autobahn GmbH.

Die Anzeigetafel an einem Bahnhof weist auf einen technischen Defekt an einem Güterzug in Peine hinn

Ob Stellwerksstörung oder gerissene Oberleitung – eine Störung im Bahnverkehr kann zurzeit große Auswirkungen haben.

ICE-Trasse mit Gleisbett

Die Strecke zwischen Hamburg und Schwerin ist fertig. Ab Mitte Juni fahren die Züge dann wieder bis Berlin durch. Auch zwischen Hamburg und Hannover wird gebaut.

Mit schwerer Technik wird auf einem Teilstück der Bahnstrecke Hamburg-Berlin die vor Jahrzehnten angelegte feste Fahrbahn aus Beton abgebaut. (Themenbild)

Am 1. Mai hat die Sanierung begonnen. Die Strecke ist teilweise gesperrt. Der Fernverkehr wird bis 10. Juli umgeleitet.

Ein alter Kran im Lüneburger Hafenviertel.

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Ein Stau auf einer Autobahn.

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