Ausflugstipp für Dresdner
Spektakuläre Riesen-Felswände: Hier liegt der „Stein der Könige“
Aktualisiert am 12.06.2026 – 03:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Gleisbergbruch: Das Vulkangestein leuchtet in allen Rottönen – von bräunlich-hellrot über ziegelrot bis violett. (Quelle: AtmosAstroFoto via imago-images.)
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Nur eine Stunde von Dresden entfernt liegt ein geologisches Naturwunder. Der Rochlitzer Berg trägt einen Titel, den kein anderes deutsches Gestein besitzt.
Wer in Dresden wohnt, hat es nicht weit: Nur rund 75 Kilometer und eine knappe Autostunde entfernt liegt der Rochlitzer Berg – ein geologisches Naturwunder, das seinesgleichen sucht. Monumentale rote Felswände ragen dort über den Wald empor, geformt durch jahrhundertelangen Steinabbau.
Der Berg überragt mit etwa 350 Metern die gesamte Region zwischen Leipzig und dem Erzgebirge. Im November 2022 kürte die International Union of Geological Sciences den Rochlitzer Porphyrtuff als erstes deutsches Gestein zum „Heritage Stone“ – zum Naturstein-Welterbe. Diese Auszeichnung teilt sich der sächsische Stein mit dem italienischen Carrara-Marmor.
Vor 290 Millionen Jahren spuckte hier ein Supervulkan glühende Asche in die Atmosphäre. Die Ablagerungen türmten sich ursprünglich zu einer 80 Meter mächtigen Gesteinsschicht auf.
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Bereits seit dem frühen Mittelalter brechen Steinmetze das begehrte rote Gestein aus dem Berg. Der „Stein der sächsischen Könige“ prägt daher vieler Städte: In Leipzig entstanden daraus etwa das Alte Rathaus oder das Grassi-Museum. Auch die Burgen Kriebstein sowie zahlreiche Kirchen bestehen aus dem roten Gestein.
Rundweg führt zu beliebtem Fotomotiv
Ein 2,7 Kilometer langer Rundweg erschließt die alte Steinbruchlandschaft. Der sogenannte Porphyrlehrpfad führt vorbei am mystischen Bergkeller und der Haberkornschen Brüche.
Hier zeigt sich das beliebte Fotomotiv des „versteinerten alten Berggeistes“. Die senkrechten Wände schimmern je nach Lichteinfall in verschiedenen Rottönen.
Restaurant und Aussichtsturm Friedrich-August-Turm: Das „Türmerhaus“ hat dienstags Ruhetag. (Quelle: IMAGO/Gabriele Hanke)Anfahrt und Tipps
Anfahrt: 75 km von Dresden (A4 bis Chemnitz-Ost, dann B107/B175) – ca. 60 Minuten
Parken: Kostenlos am Parkplatz „Haberkornscher Bruch“
Höhepunkte: 70-Meter-Gleisbergbruch, Friedrich-August-Turm (1 Euro), Klettergarten, Waldspielplatz


