Thomas Fuhrmann, Krankenhausbürgermeister der Landeshauptstadt und Vorsitzender des Verbands der Krankenhäuser in Stuttgart e. V., sieht die gute medizinische Versorgung in Stuttgart und der Region dadurch gefährdet. Die symbolische Schließung der Eingänge soll deutlich machen: Die Versorgung kann nur erhalten bleiben, wenn die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden.
Die im Verband der Krankenhäuser in Stuttgart e. V. organisierten elf öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Krankenhäuser verzeichneten im Jahr 2024 erhebliche Betriebsverluste. Allein das Klinikum Stuttgart hat im Jahr 2024 einen Verlust von über 40 Millionen Euro erwirtschaftet. Eine der wesentlichen Ursachen liegt in den massiven inflationsbedingten Kostensteigerungen in den Jahren 2022 und 2023, die bei den Krankenhausvergütungen nur in geringem Umfang ausgeglichen wurden.
Der Entwurf des Beitragsstabilisierungsgesetz sieht weitere Kürzungen der Einnahmen für die Krankenhäuser vor, nachdem diese im Rahmen eines Sparpaketes im vergangenen Jahr bereits Kürzungen zu verkraften hatten. Auf der Ausgabenseite sieht der Gesetzesentwurf vor, dass die Finanzierung der Personalkosten nicht mehr vollständig erfolgen soll. Auch die in den vergangenen Jahren aufgebauten zusätzlichen Kapazitäten im Bereich des Pflegepersonals werden wieder in Frage gestellt. Dies wird die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser weiter massiv verschlechtern. Wenn die jeweiligen Krankenhausträger nicht mehr in der Lage sind, Defizite auszugleichen, ist die Versorgungsqualität und -sicherheit gefährdet. Krankenhäuser könnten gezwungen sein, ihre Türen nicht nur symbolisch zu schließen.