(ajak) Von verborgenen Oasen mitten in der Stadt bis hin zu weitläufigen Parkanlagen mit hunderten Mammutbäumen: Die Aktion „Offene Gartenpforte“ öffnet auch in diesem Jahr, am Samstag, 13. Juni und am Sonntag, 14. Juni, wieder die sonst verschlossenen Tore privater Gartenparadiese. Hobbygärtner und Naturbegeisterte aus der Region geben Einblicke in ihr langjähriges Schaffen. Besucher können Inspirationen sammeln, seltene Pflanzen bestaunen oder einfach im Schatten alter Bäume die Seele baumeln lassen.

Historischer Vierkanthof und exotische Gehölze

An der Straße Hilderath 38 gelegen, befindet sich der Zugang zu einem ehemaligen Vierkanthof aus dem Jahr 1722. Die Eigentümer Lutz H. Bastian-Wirtz und Martin Wirtz haben den geschützten Innenhof vor einigen Jahren neu strukturiert. Der Fokus liegt hierbei auf mehrjährigen, größtenteils immergrünen Stauden und Gehölzen. Unter den Pflanzen befinden sich Baumfarne, Mahonien oder auch Exemplare der Wollemie, deren Art lange als ausgestorben galt.

An den Hof schließt sich ein Ziergarten an, der größtenteils im Schatten eines alten Baumbestandes liegt. Die Anlage ist als Rundweg angelegt, der durch verschiedene Abschnitte führt. Das Areal verbindet Elemente eines frei gestalteten Gartens, eines Naturgartens und eines Staudengartens miteinander.

Innenstadt-Garten mit Kunstpräsentation

Hinter den gründerzeitlichen Stadtvillen an der stark frequentierten Bismarckstraße liegt das Gartengelände des BIS-Zentrums für offene Kulturarbeit. Die Anlage auf Höhe der Hausnummer 97-99 ist durch einen alten Bestand an Bäumen geprägt, darunter eine zentrale Blutbuche.

Der Außenbereich verfügt über wechselnde Sonnen- und Schattenplätze sowie verschiedene Sitzecken. Im Rahmen der Veranstaltung wird der naturnahe Garten zudem als Ausstellungsfläche genutzt: Die Künstlerin Martina Dudziak präsentiert dort ihre Arbeiten im Kontext der Anlage.

Weitläufige Oase mit Arboretum und Bildhauerwerkstatt

Mit einer Fläche von 40.000 Quadratmetern präsentieren Marita und Michael Wolf an der Stadtwaldstraße 695 die größte Anlage der aktuellen Auswahl. Das Gelände gliedert sich in einen architektonischen, einen frei gestalteten sowie einen landschaftlich geprägten Parkteil. Zu den Kernelementen gehören mehrere Rosengärten, Bambusbestände sowie Teichanlagen mit Seerosen und Koi-Karpfen.

In einem jüngeren Arboretum wachsen neben verschiedenen Exoten auch mehrere Hundert Mammutbäume. Aufgrund gestiegener Besucherzahlen verlängern die Veranstalter die Öffnungszeiten in diesem Jahr auf den Samstagnachmittag. Um 14 Uhr wird eine Führung durch den Hausgarten und das Arboretum angeboten, die nach rund zwei bis drei Stunden in der angeschlossenen Bildhauerwerkstatt endet. Die Anlage kann nach vorheriger Absprache auch außerhalb der offiziellen Aktionstage besichtigt werden.

Dreiklang aus Gestaltung, Ökologie und Nutzpflanzen

Der Garten von Aikaterini Fakiolas an Schloss-Dyck-Straße 146 basiert auf der Kombination dreier verschiedener Nutzungs- und Gestaltungskonzepte. Neben frei gestalteten Gartenbereichen nimmt der Naturgarten einen wesentlichen Teil der Fläche ein. Dieser wird nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet, um Lebensräume für einheimische Tier- und Insektenarten zu schaffen. Als drittes Element ist ein klassischer Nutzgarten integriert. Hier werden Obst, Gemüse und Kräuter angebaut – sodass die Anlage als Beispiel für eine kombinierte Freizeit- und Selbstversorgerfläche dient.