Dass es eine schwere Saison werden würde, hatte Julius Angerer, Präsident des Landsberg X-Press, bereits vorhergesehen. Dass es aber so schwer werden würde? Nach vier Spielen liegen die X-Men in der Football-Regionalliga auf dem vorletzten Platz. Zwar waren es teilweise knappe Niederlagen, doch das hilft nicht. Am Samstag haben die Landsberger die nächste Chance, den zweiten Sieg und den ersten zu Hause einzufahren: Zu Gast ist der Aufsteiger Nürnberg Hawks. Und Angerer ist sich sicher, dass die X-Men in der Lage sind, jetzt das Ruder herumzureißen.
Gut gespielt, aber nicht gepunktet, so lässt sich der bisherige Saisonverlauf des Landsberg X-Press nach dem Auftaktsieg bei den Munich Cowboys II zusammenfassen. Exemplarisch dafür war die 41:43-Niederlage zuletzt gegen Spitzenreiter Kirchdorf Wildcats. Zeitweise lagen die Landsberger in diesem Spiel schon fast hoffnungslos zurück, doch am Ende fehlten ihnen im Prinzip nur ein paar Minuten, um das Spiel noch zu drehen. So bitter die Niederlage auch war, wichtig für die X-Men wird es sein, das Positive zu sehen: Sie hatten den Liga-Favoriten am Rande einer Niederlage.
Und genau dieses Bewusstsein hat die Mannschaft auch aus dem Spiel mitgenommen: „Ich habe den Funken in den Augen der Spieler gesehen“, verrät Julius Angerer. „Wir haben gesehen, wozu die Mannschaft fähig ist, und ich glaube, das war der Moment, um den Knoten platzen zu lassen.“ Genau das wollen die X-Men am Samstag, Spielbeginn ist wie immer um 17 Uhr, unter Beweis stellen.
Die Nürnberg Hawks sind schwer einzuschätzen
Auch wenn es nicht einfach werden wird, denn die Nürnberg Hawks sind schwer einzuschätzen. Drei ihrer bislang sechs Spiele haben die Aufsteiger gewonnen, allerdings sorgten sie dabei für einige Überraschungen. So setzten sich die Franken gleich zu Saisonbeginn bei den Neu-Ulm Spartans mit 13:7 durch – und die Neu-Ulmer zählen in der Regionalliga wahrlich nicht zur „Laufkundschaft“. Auch gegen die Fursty Razorbacks hatte es nur eine knappe 20:21-Niederlage gegeben. Auf der anderen Seite aber mussten sich die Hawks zuletzt den Munich Cowboys mit 21:28 geschlagen geben. Damit erlebt der Aufsteiger, der auf Rang fünf liegt, auch eine bislang durchwachsene Saison.
Durchaus möglich, dass die Gäste der Landsberger inzwischen auch personell Probleme haben. „Zu Saisonbeginn hatten die Hawks einen der größten Kader“, sagt X-Press-Präsident Julius Angerer. Zuletzt allerdings seien auf den Spielberichtsbögen deutlich weniger Spieler eingetragen gewesen. „Gut möglich, dass das Team auch bereits etwas Federn lassen musste.“ Das ist den Landsbergern bislang nur bedingt passiert, abgesehen von den bekannten Ausfällen ist der Kader am Samstag komplett.
Der Landsberg X-Press steht unter Druck
Aber die X-Men müssen mit dem Druck umgehen können, denn „jetzt ist ein Heimsieg ein absolutes Muss“, lässt Angerer keinen Zweifel. „Wenn wir dieses Spiel am Samstag gewinnen, wäre das ein extremes Statement“, so der X-Press-Präsident. Auch den Zuschauern soll endlich ein Erfolgserlebnis präsentiert werden, und er könnte fast so eine Art Neustart für den weiteren Saisonverlauf bedeuten. „Der Wille des Teams ist auf jeden Fall riesig, das hat man auch im Training gesehen“, blickt Angerer auf die Partie.
Wie gewohnt wird das Heimspiel des X-Press wieder zu einem Event für die ganze Familie mit Gewinnspiel in der Halbzeitpause und den Cheerleadern, die das Team unterstützen. Natürlich muss auch niemand auf die legendären Burger verzichten und für Getränke ist auch reichlich gesorgt: Jetzt fehlt nur noch die richtige Kulisse, um den ersten Heimsieg einzufahren und gemeinsam zu feiern.