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Köln – Der FC reagiert auf den erneuten Rückschlag im Kampf um den dringend benötigten Ausbau der Trainingsanlage am Geißbockheim und geht in die Offensive. Jetzt macht Präsident und Immobilien-Experte Jörn Stobbe (60) der Stadt und der Politik Druck und gibt trotz aller Hürden ein konkretes Bauversprechen für 2027 ab.

Die ursprünglichen Ausbau-Pläne des Bundesligisten direkt am Geißbockheim (3 Trainingsplätze und eine NLZ) sind spätestens seit Mittwoch in weite Ferne gerückt. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte den Verhandlungs-Termin zur Klärung der Pläne aufgrund einer erneuten Last-Minute-Eingabe einer Bürger-Initiative abgesagt. Das Thema ist damit für Monate, wenn nicht gar Jahre, vom Tisch. Der FC aber ist vorbereitet.

Stobbe zieht Plan B und setzt kurz- und mittelfristig jetzt auf den Bau des Nachwuchsleistungs-Zentrums (NLZ) direkt am Geißbockheim und die Lösung mit Satelliten-Plätzen anderer Vereine in der nahen Umgebung, die der FC umrüsten, modernisieren und dann für seine Nachwuchs-Teams (Jungen & Mädchen) nutzen kann.

Das neue Nachwuchsleistungs-Zentrum soll direkt hinter dem Geißbockheim parallel zum Parkplatz stehen

Das neue Nachwuchsleistungs-Zentrum soll direkt hinter dem Geißbockheim parallel zum Parkplatz stehen

Foto: Andreas Pohl/BILD

NLZ-Spatenstich im Frühjahr 2027

Klartext Stobbe: „Wir stehen jetzt nicht wie der Hase vor der Schlange, sondern werden aktiv. Wir bauen dieses wunderschöne Nachwuchsleistungs-Zentrum. Die Pläne dafür sind fertig. Die Baugenehmigung liegt vor. Und der Spatenstich erfolgt spätestens im Frühjahr 2027. Und ich traue mich auch zu sagen, dass wir dann auch auf jeden Fall zwei zusätzliche Trainingsplätze haben werden.“

Von Entmutigung, Frust oder Ernüchterung keine Spur beim Köln-Boss. Seine Aussagen sind nach 12 Jahren vergeblicher Ausbau-Planung beim FC allerdings verdammt mutig und Stobbe weiß, dass er sich am Ende daran wird messen lassen müssen. Zur Umsetzung braucht er in jedem Fall die Unterstützung von Stadt und Politik, Mehrheiten im Rat für 3 zusätzliche Satelliten-Plätze, da der FC zunächst einen eigenen Platz durch den NLZ-Bau verlieren wird.

Mehr zum ThemaWas Stobbe jetzt erwartet

Stobbe macht Druck: „Wir erwarten jetzt, dass wir mit der Verwaltung konkrete Plätze besprechen. Die Uhr tickt, und wir platzen aus allen Nähten. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir die nötigen Plätze bekommen. Der Wille, den FC bei diesem Problem zu unterstützen, ist da und wir werden alle damit überraschen, dass wir es hinkriegen.“

Konkret geht es dabei unter anderem um zwei Plätze bei Blau-Weiß Köln am Fort Deckstein (Militärringstraße). Nach BILD-Informationen soll das FC-Thema am 2. Juli auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung vor den Ferien kommen. Stobbe hofft auf einen Durchbruch, macht aber klar, dass der FC beim Bau des Nachwuchsleistungs-Zentrums nicht auf eine Entscheidung warten wird. Stobbe: „Bisher wurde beim FC immer gesagt, man bräuchte zuerst die Plätze und könne dann bauen. Das war ein Fehler. Jetzt sagen wir: Wir bauen sofort!“