
AUDIO: Bilanz der Militärübung am Hamburger Flughafen (1 Min)
Stand: 12.06.2026 15:02 Uhr
Die Luftwaffe hat ihre Militärübung am Hamburger Flughafen beendet. Die sechs Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr haben Fuhlsbüttel am Freitagvormittag verlassen. Insgesamt gab es in dieser Woche knapp 40 Flüge der Kampfjets.
Die Kampfflugzeuge sind nach ihrem Training in Hamburg wieder an ihrem Standort in Jagel (Schleswig-Holstein) gelandet. Die Übung sei Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Hamburg Airport sehr gut verlaufen, heißt es vom Luftwaffengeschwader „Immelmann“. Eine Auswertung wird in den kommenden Tagen stattfinden.
Training für den Ernstfall
Geübt wurde am Hamburg Airport, wie die Kampfjets starten und landen. Aber auch, wie sich dies in die normalen Abläufe an einem zivilen Flughafen einbinden lässt. Insgesamt nahmen etwa 100 Soldatinnen und Soldaten an der Übung mit dem Namen „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ teil. Hintergrund des Trainings: Im Ernstfall sind laut Luftwaffe militärische Basen Ziele möglicher Angriffe. Streitkräfte sollen deshalb in der Lage sein, auf zivile Flughäfen auszuweichen.
Leonhard: „Die Weltlage gebietet es“
„Wir üben hier in dieser Woche die Zusammenarbeit mit den zivilen Partnern“, sagte Oberst Jens Schumacher am Montag. Geübt wurde unter anderem die Betankung und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhardt (SPD) sagte: „Wir werden künftig häufiger solche Übungen sehen. Die Weltlage gebietet es, dass wir vorbereitet sind.“ Die Abläufe an einem zivilen Flughafen müssten trainiert werden. Das sei für den Krisenfall erforderlich. Ob die Luftwaffe noch einmal in Hamburg übt, steht noch nicht fest.
Kritik am Fluglärm
Kritisch äußerte sich der Dachverband der Fluglärmbetroffenen (BIG). Besonders belastend waren aus seiner Sicht die Starts und Überflüge am Mittwoch. Laut BIG gehören die Tornado-Kampfflugzeuge zu den lautesten Maschinen, die in Deutschland eingesetzt werden. Die Fluglärmgegner kritisieren nicht grundsätzlich die militärischen Übungen, sondern dass es zu wenig Informationen für betroffene Menschen gebe.
Für Beschwerden über Fluglärm hatte die Bundeswehr eine Hotline eingerichtet. Wie viele sich wegen der Übung bei der Bundeswehr beschwert haben, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Video:
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