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Die Entscheidung ist gefallen: Regionalliga-Aufsteiger Westfalia Rhynern trägt sein Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal gegen Zweitligist Dynamo Dresden nicht im heimischen Stadion aus, zieht stattdessen nach Münster um.

Weil die „Kümpel- und Hellmeister-Arena“ im Hammer Stadtteil Rhynnern nur Platz für 2500 Zuschauer bietet, war die Verlegung am Ende alternativlos. „Wir hätten liebend gerne hier gespielt. Es wurde alles versucht, um dies zu ermöglichen“, sagt Rhynerns stellvertretender Vorsitzender Eike Hellenkamp gegenüber dem Westfälischen Anzeiger. „Leider sind die Anforderungen und notwendigen Veränderungen im Westfalia-Sportpark so groß, dass der Verein für dieses Spiel schweren Herzens nach Münster ausweichen wird.“

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Das Preußenstadion von Zweitliga-Absteiger Münster fasst aktuell 14.000 Zuschauer, der Umbau zu einer modernen Arena schreitet zügig voran. Und ist auch in Sachen Sicherheit gut aufgestellt. Hellenkamp: „Wir möchten den Dresdener Fans ein guter Gastgeber sein und vor allem auch den Mitgliedern, Fans, Freunden und Unterstützern die Möglichkeit geben, an diesem Event teilzunehmen.“

Umzug auch wegen der Dynamo-Fans

Bei der Entscheidung hat auch eine Rolle gespielt, dass die Dynamo-Fans als sehr reiselustig bekannt sind und sich durchaus mehrere Tausend von ihnen auf den Weg zum Pokalspiel machen können bzw. werden. „Dynamo Dresden hat deutschlandweit eine riesige Fangemeinde, die es bei den Heim- und Auswärtsspielen vollbringt, eine besondere Stadionatmosphäre zu erschaffen. Daher freuen wir uns auch über dieses attraktive Los“, so Hellenkamp.

Gespielt wird zwischen dem 21. und 24. August, der genaue Termin steht noch nicht fest. Auch, weil Preußen Münster sein Pokal-Heimspiel gegen den Karlsruher SC an einem der vier Tage austragen wird. Ebenfalls noch offen ist, wann der Ticketverkauf startet.

Dynamo-Einspruch gegen DFB-Urteil

Derweil hat Dynamo gegen das am vergangenen Freitag gefällte Urteil des DFB-Sportgerichts im Zusammenhang mit den Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Hertha BSC fristgemäß Einspruch eingelegt. Der wird jetzt vor dem DFB-Bundesgericht verhandelt.

„Nach Rücksprache mit den Gremien haben wir uns bewusst für diesen Schritt entschieden. Die Verfahrensweise der Verhandlung in Frankfurt entsprach nicht dem, was wir uns als Verein erhofft hatten“, so Finanzgeschäftsführer Stephan Zimmermann. „Wir sind zuversichtlich, vor dem DFB-Bundesgericht in einer neuen Verhandlungsrunde eine bessere Möglichkeit zu erhalten, Gehör für unsere Argumente zu finden.“ Einen Termin gibt es dafür noch nicht.