Der Oberbürgermeister hat die „Oper der Zukunft“ abgeblasen, unvermittelt, in einer einsamen Entscheidung – und völlig zu Recht. Das Defizit des städtischen Etats wachse, es müsse gespart werden, schmerzhafte Schritte seien unumgänglich. Kostenpflichtiger Inhalt „Dazu gehören in letzter Konsequenz auch Herzensprojekte. Mir war und ist die Oper ein solches Herzensanliegen“, erklärte Stephan Keller zur Begründung. Seine jähe Absage an einen Neubau markiert eine Zäsur, und genau aus solchen Momenten erwächst eine Chance – ja, sogar eine Pflicht – grundsätzlich nachzudenken.