Während die Opposition eine dezentrale Unterbringung fordern, hält die AfD-Fraktion die Berliner Umsetzung von Geas für zu zurückhaltend. „Überall dort, wo der Bund den Ländern erlaubt, härter durchzugreifen, wählt Berlin die schwächste Variante“, sagt Thorsten Weiß, der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion. Er kritisiert etwa, dass Berlin kein sogenanntes Sekundärmigrationszentrum einrichten will. Dort sollen Personen untergebracht werden, deren Asylverfahren nach den Dublin-Regeln in einem anderen EU-Staat stattfinden müsste.
Das neue Bundesrecht, mit dem Deutschland die EU-Reform umsetzt, gibt den Bundesländern die Möglichkeit, solche Zentren zu eröffnen, in denen strenge Aufenthaltspflichten gelten sollen. Die Sozialverwaltung verweist darauf, dass die Einrichtung solcher Zentren für die Länder freiwillig ist und Berlin derzeit keine entsprechenden Pläne verfolgt. Menschen zu inhaftieren oder festzuhalten, sei in Tegel weder geplant noch erlaubt, betont LFU-Präsident Weickert.