Standdatum: 13. Juni 2026.

Autorinnen und Autoren:
Emmy Thume

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Ab Januar müssen die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendhilfe bestimmte Mindestöffnungszeiten sowohl unter der Woche als auch am Wochenende gewährleisten.

Bild: Deutsches Rotes Kreuz Bremen

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In dieser Woche entschied der Jugendhilfeausschuss über die künftige Verteilung der Mittel für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Drohen den Einrichtungen harte Einschnitte?

Der Jugendhilfeausschuss hat seit Monaten über die finanziellen Mittel für die Jugendarbeit diskutiert. Wieso mussten diese neu ausgehandelt werden?

Grund dafür ist eine Änderung der Zuständigkeiten: Ab dem nächsten Jahr werden die Fördermittel für die offene Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr pro Stadtteil, sondern pro Sozialzentrum verteilt. Bremen verfügt über insgesamt sechs Sozialzentren, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind und für die Einrichtungen in den Stadtteilen zuständig sind.

Ziel dieser Maßnahme ist es, das Angebot besser an die Bedürfnisse der jeweiligen Stadtteile anzupassen. Neben der neuen Verteilung der Gelder kommen neue Standards hinzu, die die Einrichtungen erfüllen müssen.

Was bringen diese neuen Standards mit sich?

Ab Januar müssen die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendhilfe bestimmte Mindestöffnungszeiten sowohl unter der Woche als auch am Wochenende gewährleisten. Während der Öffnungszeiten muss zudem eine Mindestanzahl ausgebildeter Fachkräfte präsent sein. Insgesamt investiert Bremen mehr Fördermittel in die offene Kinder- und Jugendarbeit.

Diese neuen Regelungen und Standards haben in der Vergangenheit jedoch auch Proteste ausgelöst. Denn nicht alle Einrichtungen sind in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. Eine Umstrukturierung war daher notwendig – und viele Einrichtungen haben um ihre Zukunft gebangt.

Eine Skateanlage des Sportgartens in Bremen

Der Sportgarten in Bremen ist für viele Kinder eine wichtige Anlaufstelle im Alltag.

Bild: Sportgarten e.V.

Und wie wird das Problem jetzt gelöst?

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Sportgarten, ein Freizeitsportverein in Bremen mit zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Für den Sportgarten wurde ein Sonderweg gefunden: Über einen Härtefallfonds aus dem Haushalt, der insgesamt 325.000 Euro umfasst, ist der Verein zumindest bis Ende nächsten Jahres gesichert. Dadurch wurden Mittel frei, die anderen Einrichtungen zugutekommen.

Besonders die Linksfraktion hat sich dafür eingesetzt. Dariush Hassanpour, der jugendpolitische Sprecher der Linken, betont jedoch, dass die Befürchtungen und Proteste der letzten Monate durchaus berechtigt waren. Er kritisiert die mangelnde Kommunikation des Ressorts: „Lange wurden viele Träger, Eltern und Jugendliche im Dunkeln stehen gelassen.“

Man wusste nicht: ‚Was passiert jetzt mit der Einrichtung in meinem Stadtteil? Was passiert jetzt vielleicht mit dem Angebot um die Ecke, das mein Kind regelmäßig besucht?‘

Dariush Hassanpour

Wie war denn die Stimmung im Jugendhilfeausschuss?

Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses war sehr gut besucht. Viele Jugendliche und Menschen aus verschiedenen Stadtteilen waren gekommen, um sich über die Entwicklungen zu informieren. Einer von ihnen war Shadi, der für den Sportgarten anwesend war.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Nachricht, dass es jetzt etwas geregelter ist, eine Art Erleichterung. Aber wir bleiben gespannt, wie es weitergeht.

Shadi vom Sportgarten

Besagte Erleichterung war bei vielen spürbar. Viele der Anwesenden betonten aber, dass noch mehr für die offene Kinder- und Jugendarbeit getan werden müsse.

Wie wird die Arbeit in den Freizis nun zukünftig aussehen?

Die große Mehrheit der bisherigen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen soll erhalten bleiben – eine Nachricht, die für Erleichterung sorgt. Gleichzeitig wird die neue Verteilung der Fördermittel künftig Umstrukturierungen notwendig machen, um die Angebote stärker an den Bedürfnissen der einzelnen Stadtteile auszurichten. Sicher ist jedoch: Der Sportgarten, das Sielwallhaus und vorerst auch das Freizi Neustadt sind für das Jahr 2027 finanziell abgesichert.

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Bild: Radio Bremen

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Quelle:
buten un binnen.

Dieses Thema im Programm:
buten un binnen, 11. Juni 2026, 19:30 Uhr