Georgios Touloupis wechselt vom Oberliga-Vizemeister Ratingen 04/19 an die Hoffeldstraße – und darf jetzt in der Regionalliga West angreifen. Dafür sind nach Trainer Tim Schneider, der zum Wuppertaler SV geht, auch zehn Spieler in der nächsten Saison nicht mehr dabei.
von RP / Birgit Sicker · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
Schneider verlässt Hilden – Foto: Marcel Eichholz
Beim VfB 03 Hilden beginnt jetzt eine neue Ära, denn mit Trainer Tim Schneider und Kapitän Fabian zur Linden verlassen zwei wichtige Führungskräfte der vergangenen Jahre den Traditionsklub. Für den Chefcoach ist es ein eher unfreiwilliger Abgang, denn bereits im März teilte der Vorstand dem 44-Jährigen mit, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Mit Meistertitel und Regionalliga-Aufstieg hinterlässt er nun große Fußspuren.
Schwere Abgänge
Seine Qualitäten als Trainer haben sich längst herumgesprochen. So wurde er am Donnerstag als neuer Chefcoach beim Wuppertaler SV vorgestellt. „In den vergangenen Jahren hat sich Tim Schneider durch seine kontinuierliche Arbeit, seine fachliche Kompetenz sowie seine Entwicklung von Spielern einen hervorragenden Ruf erarbeitet“, erklärt der WSV die Entscheidung für seine „Wunschlösung“. Schneider hatte zuletzt gesagt, er habe „mehrere Optionen. Es kann sein, dass ich eine Pause einlege oder in meinem Hauptberuf als Physiotherapeut mehr mache. Die Familie wird auf jeden Fall mit entscheiden.“ Das hat sie wohl getan: „Der Wuppertaler SV hat eine besondere Strahlkraft und ein enormes Potenzial. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren von Beginn an sehr klar und vertrauensvoll. Ich freue mich sehr darauf, mit dem Verein etwas aufzubauen und die Mannschaft intensiv auf die kommende Saison vorzubereiten“, kommentierte Schneider nun in den Wuppertaler Vereinsmedien.
Der bisherige VfB-Kapitän Fabian zur Linden hingegen beendet seine Karriere. Den Entschluss fasste der 34-Jährige bereits in der Winterpause. Sein Fokus liegt nun ganz auf der Familie mit Ehefrau und kleiner Tochter.
Neun weitere Spieler verabschiedete der VfB 03-Vorstand nach dem letzten Heimspiel des Oberligisten. Dazu zählen Dominick Wasilewski (Kreuzbandriss) und Luis Ortmann (Schulteroperation), die in der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt kaum zum Zuge kamen. Auch Luke Kawabe, der in seinen beiden Oberliga-Saisons in Hilden auf 52 Partien, vier Tore und ein Assist kam, zieht weiter. Während bei den drei Spielern die neuen Vereine noch nicht feststehen, wechselt Roman Wakily (19 Oberliga-Partien, ein Tor und ein Assist) zum Landesligisten SG Unterrath. Fabio Bachmann (18/2/1) geht zum Landesligisten TSV Solingen. Das gilt auch für Marvin Theis (3/-/-) und Torhüter Nick Perkuhn, der im erweiterten Oberliga-Kader stand. Wohin es Azad Sari (6/-/-) zieht, ist noch unbekannt. Michael Miler, Stammkeeper der zweiten Mannschaft und ebenfalls im erweiterten Oberliga-Kader, wechselt zum benachbarten A-Kreisligisten SpVg. Hilden 05/06.
VfB verkündet drei Zugänge
Weitere Abgänge sind aktuell nicht bekannt, dafür stehen aber inzwischen die ersten Neuzugänge fest. Vom Landesligisten FC Kosova kommt Rechtsfuß Egzon Zendeli. Der 21-Jährige soll auf der Außenbahn seine Schnelligkeit erfolgreich einsetzen. „Er wird unser Offensivspiel in der nächsten Saison mit Sicherheit beleben und wir freuen uns, dass er bei uns den nächsten Schritt gehen will“, erklärte Manuel Schulz, Sportlicher Leiter des VfB 03.
Vom bisherigen Oberliga-Rivalen Holzheimer SG wechselt Arton Tolaj an die Hoffeldstraße. „Er ist auch aufgrund seiner Beidfüßigkeit in der Defensive flexibel einsetzbar. Zudem bringt er eine große Zweikampfstärke, hohes Tempo und ein sehr gutes Kopfballspiel mit“, charakterisierte Manuel Schulz den 25-jährigen Verteidiger.
Für Georgios Touloupis ist der Wechsel nach Hilden mit Emotionen verbunden. Immerhin trug der 26-Jährige am vergangenen Sonntag noch das gelb-blaue Trikot von Ratingen 04/19. Für den Lokalrivalen absolvierte er in den letzten drei Jahren 77 Partien in der Oberliga, erzielte dabei 15 Tore und verbuchte neun Assists. Sein Abschied in Ratingen stand bereits vor dem Saisonfinale fest. Am Sonntag ärgerte er sich noch über die verpasste Aufstiegschance mit dem Ratinger Team. Als Neu-VfBer darf er aber nun trotzdem in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen.