Deep Purple kommen nach Mönchengladbach
Konzert Sie geben einfach keine Ruhe – und ihre Fans sind dankbar dafür: Die Hardrocker von Deep Purple sind wieder auf Tour und am 24. Juni im Mönchengladbacher Sparkassen-Park zu erleben. „Mad in Europe“ heißt die Tournee, die dezent auf ihre legendären Konzerte in Japan und das grandiose Live-Album „Made in Japan“ anspielt. Das war Anfang der 1970er-Jahre! Von damals noch dabei sind Sänger Ian Gillan, Bassist Roger Glover sowie Drummer Ian Paice. Eingerostet ist die Band – 2016 in die Hall of Fame des Rock and Roll aufgenommen – keineswegs. Wie groß ihr Ehrgeiz noch immer ist, beweisen sie mit ihrem neuen Album: „Splat“ erscheint am 3. Juli, schon jetzt zu hören ist als Kostprobe die Single „Diablo“ im besten Rocksound. Tickets sind im Internet (auf reservix.de oder myticket.de) erhältlich. los
Wo Düsseldorf herrlich nass ist
Lesebuch „Blaue Glücksorte in Düsseldorf“ von Antje Kluth ist eine leise Liebeserklärung an die Stadt am Rhein und ihre wässrigen Momente. Mit sicherem Gespür für Atmosphäre und Details führt die Autorin zu Orten, an denen Wasser nicht nur Kulisse, sondern Stimmungsträger ist – mal glitzernd, mal ruhig, mal rauschend, mal überraschend verborgen. Das Motto: „Fahr raus & tauch ein“. Die Auswahl reicht von bekannten Uferpromenaden und lauschigen Buhnen bis zu stillen Winkeln auch in der Umgebung, die selbst Einheimische neu entdecken dürften. Kluth schreibt unaufgeregt und zugleich poetisch, stets nah am Erleben. Das Buch ist ein Begleiter für Spaziergänge und Fluchten aus dem Alltag. Wer Düsseldorf jenseits der großen Achsen kennenlernen möchte, findet hier viele sanfte Anstöße zum Glück. Die Autorin hat zuvor bereits „Blaue Glücksmomente am Niederrhein“ veröffentlicht. Beides ist schön bebildert und wundervoll. w.g.
Serie Eigentlich ist sie alles andere als die perfekte Kandidatin für den Job. Kate Wyler (Keri Russell) sagt, was sie denkt, macht, was sie für richtig hält und kann mit dem protokollarischen Botschaftszeremoniell herzlich wenig anfangen. Umso überraschender, dass die Amerikanerin doch im Dienst des US-Präsidenten nach England geschickt wird, um von dort aus in der Krise zwischen USA und Iran zu verhandeln. Es dauert auch nicht lange, bis Kate mit ihrer „Hands on“-Mentalität aneckt. Dass ihr Mann Hal (Rufus Sewell), selbst Botschafter a. D., in Diplomatenkreisen wohlbekannt und außerdem nicht dafür bekannt ist, sich mit der zweiten Reihe zufriedenzugeben, macht die Sache nicht einfacher. Zumal sich bald herausstellt, dass Kate nicht weniger als einen Krieg verhindern muss. Was deutlich leichter wäre, wüsste sie, wem sie trauen kann…
Es dauert eine Weile, bis man sich in der Welt von „Diplomatische Beziehungen“ zurechtgefunden hat, aber davon sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Dieser Mix aus intelligentem Thriller und unterhaltsamem Beziehungsdrama, dessen vierte Staffel voraussichtlich im Herbst auf Netflix startet, ist die beste Politserie seit Präsident Jed Bartlet in „The West Wing“ 2006 in Rente ging. tab