Mehrere Wochen lang haben Menschen ordentlich in die Pedale getreten, um bei der Aktion Stadtradeln Kilometer für Wülfrath zu sammeln und so auch CO2 einzusparen. Unter www.stadtradeln.de/wuelfrath kann man das Ergebnis einsehen. Demnach haben 143 aktiv Radelnde vom 17. Mai bis zum 6. Juni in 21 Teams 34.394 Kilometer zurückgelegt und so rund sechs Tonnen CO2 eingespart.

Damit bildet Wülfrath allerdings mit weitem Abstand das Schlusslicht im kreisweiten Ranking. Da ist noch viel Luft nach oben – das gilt auch für die Sicherheit von Radfahrenden in der Stadt. Pünktlich zum Auftakt des Stadtradelns hat sich eine überparteiliche Initiative zu einem ersten Planungstreffen im Rathaus getroffen. Mitglieder der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD sowie die Fahrrad-Aktivisten Friedhelm Götting, Burkhard Sigges-Urban und Mike Sawatzki nahmen auf Einladung von Jochen Gödde (Grüne) daran teil. Ziel dieser Initiative ist es, die Radinfrastruktur und die Sicherheit der Radfahrenden zu verbessern.

„Es geht uns dabei nicht darum, in Konkurrenz zum Mobilitätskonzept der Stadt zu treten“, so Gödde, „sondern um kleinschrittige und sofort wirksame Verbesserungen für die Radfahrenden.“ Und Udo Switalski (CDU) ergänzt: „Oft sorgen farbliche Markierungen und eindeutige Beschilderungen schon für zusätzliche Sicherheit.“ Dabei sollten aber auch die Interessen aller am Verkehr Teilnehmenden im Blick behalten werden, so Manfred Hoffmann (SPD).

„Wir wollen mit unseren Vorschlägen mehr Sicherheit für die Schulwege, aber auch insgesamt das Radfahren attraktiver in Wülfrath machen“, so Sigges-Urban, Sprecher der aktiven Radfahrenden. Diese hatten umfangreiche Vorarbeiten im Vorfeld des Treffens geleistet und bereits etliche Vorschläge entwickelt. Nach ihren Besuchen einiger Ratsfraktionen wurde die Idee einer überparteilichen Initiative geboren mit dem Ziel, realistische Verbesserungen zu identifizieren und diese möglichst auch umzusetzen.