Gegen Ende von „Disclosure Day“ erwartet das Publikum nicht nur eine große Enthüllung, sondern auch ein melodisches Disney-Easter-Egg.
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– Achtung, es folgen Spoiler!
Wer ins Kino geht, um Steven Spielbergs neuesten Sci-Fi-Streich „Disclosure Day“ zu sehen, bekommt – wie die Trailer schon verraten – einen mysteriösen Verschwörungsthriller inklusive geheimer Alien-Akten zu sehen. Untermalt wird die Handlung von der Filmmusik einer weiteren Legende: John Williams. Etwas unerwartet hat sich aber auch ein alter Filmmusikklassiker in „Disclosure Day“ versteckt, den man dort eigentlich so gar nicht vermuten würde.
Disney-Geschichtsstunde in Margarets Kinderzeit
Vielleicht kam euch der Song schon ein wenig bekannt vor, vielleicht ist es euch auch direkt aufgefallen oder aber komplett entgangen. Wer noch in seinem Gedächtnis kramt, bekommt hier die Gewissheit: In der Rückblende des ersten Alien-Kontakts sehen wir die junge Margaret, wie sie auf ihrem Bett sitzt und „Some Day my Prince will come“ (zu Deutsch: „Kommt erst mein Prinz zu mir“) singt.
Dabei handelt es sich um einen Song aus Disneys „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ von 1937. Der leicht romantisch angehauchte Titel aus dem familienfreundlichen Animationsfilm steht dem ersten Anschein nach in starkem Kontrast zur restlichen Filmhandlung von „Disclosure Day“.
Doch beide Hauptfiguren teilen eine Art siebten Sinn mit der sie umgebenden Tierwelt, auch wenn sich diese zumindest in „Disclosure Day“ als getarnte Aliens herausstellt. Abgesehen davon stellt diese Szene heraus, wie bedeutend und prägend Ereignisse in der Kindheit sein können – auch wenn direkte Folgen daraus erst später zum Vorschein kommen.

Der von Frank Churchill und Larry Moray verfasste Disney-Song ist ein 32-taktiger Walzer, der neben der markanten Szene von Schneewittchen und ebenjenen titelgebenden Zwergen noch häufiger im Hintergrund des Films zu hören ist.
Im Laufe der Zeit entstanden viele weitere Versionen des Titels, vor allem bei Jazz-Musiker*innen ist „Some Day my Prince will come“ sehr beliebt. Zu den wohl bekanntesten Interpretationen zählt die von Miles Davis, aber auch Barbara Streisand hat dem Song schon ihre Handschrift verliehen.
Ob Steven Spielberg diese Anspielung unbedingt im Film haben wollte oder diese Idee auf Filmkomponist John Williams zurückgeht, ist nicht eindeutig geklärt. Kurioserweise hat sich der Namensvetter von John Williams beziehungsweise das John Williams Trio lange vor „Disclosure Day“ an dem Song versucht und schon 1955 eine eigene Version herausgebracht, die ihr ebenfalls bei Spotify hören könnt.