In den extrem unruhigen Jahren der Weimarer Republik wurde Elberfeld ein wichtiges Zentrum im Kampf gegen die noch junge Demokratie. Ein Kristallisationspunkt war das Evangelische Vereinshaus an der Kasinostraße, das Republikfeinden wie der Deutschnationalen Volkspartei, aber auch radikalen Antisemiten als Treffpunkt und politische Bühne diente. Regelmäßig traten dort Aktivisten auf, die später im NS-Unrechtsstaat hohe Ämter bekleideten, unter anderem die aus Wuppertal stammenden Gauleiter Erich Koch und Karl Kaufmann sowie der spätere „Reichspropagandaminister“ Joseph Goebbels.