Der deutsche Rüstungshersteller Rheinmetall hat gewarnt, dass das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt für einen Panzer aufgrund von Budgetkürzungen auf französischer Seite mit erheblichen Verzögerungen oder sogar der Möglichkeit einer Einstellung des Projekts konfrontiert sei.
In einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“ am 13. Juni erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger, Frankreich plane, das Budget für das Projekt „Main Ground Combat System“ (MGCS) – ein gemeinsames Verteidigungskooperationsprogramm der beiden Länder – deutlich zu kürzen.
Er betonte: „Weniger Geld bedeutet weniger Möglichkeiten zur schnellen Umsetzung, während das Projekt bereits stark verzögert ist.“
Herr Papperger äußerte zudem Zweifel an der Zukunft des Projekts und stellte in Frage, ob MGCS überhaupt noch existiere.
Laut früheren Aussagen soll das MGCS-Projekt bis 2040 die deutschen Kampfpanzer Leopard 2 und die französischen Leclerc durch ein plattformübergreifendes Bodenkampfsystem ersetzen.
Diese Aussagen erfolgten kurz nachdem der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron die Einstellung des FCAS-Kampfjetprojekts der nächsten Generation – ein weiteres wichtiges Verteidigungskooperationsprogramm zwischen den beiden Ländern – aufgrund anhaltender Meinungsverschiedenheiten zwischen den Luft- und Raumfahrtunternehmen Dassault und Airbus während der Verhandlungen bekannt gegeben hatten.
Quelle: https://www.vietnamplus.vn/them-mot-du-an-quoc-phong-lon-giua-duc-va-phap-co-nguy-co-tan-vo-post1116380.vnp