Im Vorjahresvergleich ist die Gesamtzufriedenheit von Kunden der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) stabil. Das geht aus einer aktuell veröffentlichten Umfrage der MVG hervor.

Das Verkehrsunternehmen hat insgesamt mehr als 2600 Fahrgäste von U-Bahn, Tram und Bussen in München über das Jahr hinweg befragt. Die Ergebnisse beziehen sich auf die Kundenzufriedenheitsanalyse des letzten Jahres. Die Gesamzufriedenheit liegt damnach bei einem Wert von 2,01 auf einer Skala von 1 (“sehr zufrieden“) bis 4 (“unzufrieden“).

MVG-Kundenzufriedenheit: Die Tram schneidet am besten ab

Am zufriedensten sind die MVG-Kunden demnach mit der Tram mit einer Gesamtbewertung von 1,98. Der Bus wurde mit einer 2,00 und die U-Bahn mit einer 2,02 bewertet. Die Befragten wurden nicht nur zum Kerngeschäft der MVG befragt, sondern ebenso zum Handyticket-Angebot, der Umweltfreundlichkeit der MVG und der Freundlichkeit des Personals im Kundencenter. Auch kurze Entfernungen, um ein MVG-Verkehrsmittel zu erreichen, und die Reisezeit seien positiv bewertet worden.

Insgesamt habe sich die Wahrnehmung des MVG-Angebots 2025 im Vergleich zum Vorjahr verbessert: 65 Prozent der Fahrgäste bewerten es als gleichgeblieben oder besser. 20 Prozent der Befragten hätten die Verbesserungen auch wahrgenommen. Diese bestünden vor allem in der Einführung der Nacht-U-Bahn sowie Taktverbesserungen auf mehreren Linien.

Das kritisieren MVG-Kunden

Doch ganz ohne Kritik ist die Umfrage nicht: Knapp ein Drittel der Befragten erkannte im Vorjahresvergleich Verschlechterungen im Bereich Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Taktung und Informationen im Störungsfall. Weitere Kritikpunkte waren die Sauberkeit und das Erscheinungsbild der Haltestellen, insbesondere beim Bus. Auch wünschten sich einige der Befragten, dass die MVG die Bearbeitung von Fahrgastbeschwerden optimiere.

Mit einem Wert von 98 Prozent ist die Information bei Störungen im Betrieb den meisten Befragten wichtig bis sehr wichtig; auch Fahrtdauer und Pünktlichkeit (95 Prozent) sowie ein kundenorientiertes Verhalten des Personals (93 Prozent) hätten Priorität.

So reagiert MVG-Chef Wortmann

MVG-Chef Ingo Wortmann kündigt Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Angebots an. Man freue sich über die insgesamt positiven Rückmeldungen aus der Umfrage, nehme jedoch auch die Kritik ernst. „Wir verbessern deshalb die Fahrgastinformation systematisch über alle Kanäle, entwickeln unsere App MVGO konsequent weiter und setzen dabei konkrete Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer um. Zudem passe man das Angebot stärker an die Nachfrage an und investiere in die Modernisierung und Sauberkeit der Haltestellen und U-Bahnhöfe. „Mit diesen Maßnahmen wollen wir die Qualität für unsere Fahrgäste spürbar und nachhaltig verbessern.“

In Punkto Sicherheit setzt die Stadt München jetzt auf ein Bündnis aus Polizeipräsidium und Bundespolizei München, DB Sicherheit und Münchner Verkehrsgesellschaft, die sogenannte „Quattro-Streife“. München ist die erste Stadt im Freistaat, die ein gemeinsames Streifenkonzept umsetzt.