Laut kürzlich veröffentlichten Daten stieg der französische Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich um 2,4 Prozent, nach 2,2 Prozent im April. Haupttreiber waren die Energiepreise, die im Jahresvergleich um 16,6 Prozent zulegten. Besonders die Gaspreise erholten sich deutlich von dem Rückgang im Vormonat. Auch die Preise für Dienstleistungen stiegen um 2,1 Prozent, während die Lebensmittelpreise nur leicht um 1,1 Prozent zulegten. Die Kerninflation in Frankreich stieg auf 1,5 Prozent, verglichen mit 1,2 Prozent im April.
In Deutschland erreichte die Inflation im Mai 2,6 Prozent, ein leichter Rückgang gegenüber den 2,9 Prozent im Vormonat, aber immer noch relativ hoch. Das Statistische Bundesamt meldete einen Anstieg der Energiepreise um 6,6 Prozent im Jahresvergleich, vor allem aufgrund der Entwicklungen am Ölmarkt infolge der Instabilität im Iran und anderen Teilen des Nahen Ostens. Gleichzeitig stiegen die Preise für Dienstleistungen um 3,1 Prozent, die Lebensmittelpreise um 0,4 Prozent und die Kerninflation erreichte 2,5 Prozent.
In Spanien blieb die Inflation im Mai unverändert bei 3,2 %. Die Preise für Unterhaltung, Sport und Kultur stiegen um 2,6 %, während die Transportkosten im Jahresvergleich um bis zu 7,4 % zulegten. Die Kerninflation stieg ebenfalls auf 3 %, 0,2 Prozentpunkte höher als im April.
Neue Daten zeigen, dass die Energiepreise weiterhin ein wesentlicher Faktor für den Inflationsdruck in Europa sind. Da der globale Ölmarkt nach wie vor sensibel auf geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten reagiert, warnen viele Experten, dass das Risiko anhaltend hoher Energiepreise die Bemühungen zur Inflationsbekämpfung in den Volkswirtschaften der Eurozone bremsen und den Spielraum der Zentralbanken für eine Lockerung der Geldpolitik in naher Zukunft einschränken könnte.
Laut Reuters