Ein Remis in der ersten Begegnung einer Dreier-Relegation, in der nur der Sieger aufsteigt, sorgt für die maximal mögliche Spannung, nicht anders ist es nach dem 2:2 des MSV Düsseldorf am Mittwochabend gegen den Duisburger FV 08. Das erste Duell im Kampf um den Landesliga-Aufstieg verstärkte den Verdacht, dass die Teams in ihren Chancen recht nah beieinander liegen. Der OSV Meerbusch kann dem noch in die eine oder andere Richtung eine andere Wendung geben. Fakt ist aber, dass beide Trainer nach dem Auftaktmatch weiter ihre Chance sehen, und auch etwas zu hadern haben.
„Die ersten Minuten waren nicht gut, aber wie wir auf den Rückstand reagiert haben, das hat mir dann gefallen“, erklärte MSV-Coach Goran Tomic nach der Auftaktpartie. „Wir hatten dann gefühlt bis zur Pause 70 Prozent Ballbesitz, hätten mehr als das 1:1 machen müssen, hatten, zwei, drei sehr gute Möglichkeiten“, führte er weiter aus. Auch auf den zweiten Rückstand hatte sein Team eine Antwort parat. „Dass wir in der letzten Viertelstunde dann nur noch lange Bälle gespielt haben, das hat mir allerdings nicht gefallen“, kritisiert der Düsseldorfer Trainer, dessen Team in der Schlussphase nach dem einen oder anderen Konter der Gäste auch durchaus mit leeren Händen hätte dastehen können.
Handspiel vor dem 2:2? – „Können wir nicht ändern“
Die beste Chance hatte Filip Dimeski, der auch für die erste Führung gesorgt hatte, bereits in der 66. Minute liegengelassen – von einem 3:1 der Gäste hätte sich der MSV wahrscheinlich nicht mehr erholt. Aber das war nicht der einzige Punkt, auf den FV-Trainer Mustafa Öztürk nach dem Abpfiff verwies. „Vor dem 2:2 nahm der Spieler des MSV den Ball ganz klar mit der Hand mit. Aber das können wir nicht ändern. Wenn man zweimal geführt hat, würde man natürlich gerne den Sieg mitnehmen. Aber wir leben auf jeden Fall noch, und wir setzen voll auf unsere Heimstärke“, ergänzte Öztürk – und er sagt das nicht grundlos. Denn von 17 Heimspielen in der regulären Saison verließ der DFV satte elfmal als Sieger den Platz, und verlor nur vier Partien.
Zweites Spiel Sonntag in Meerbusch
Das Heimspiel der Duisburger gegen den OSV Meerbusch wird nun am kommenden Mittwoch die Relegationsrunde beschließen. Am Sonntag dürfen die Meerbuscher aber zunächst daheim gegen den MSV Düsseldorf antreten. „Dass es jetzt für uns mit dem Drei-Tages-Rhythmus weitergeht, ist natürlich schon ein Brett“, räumte Tomic ein, der nun sehr fein die Belastung steuern wird, bis gegen null. Die Punkteteilung am Mittwoch dürfte derweil die etwas bessere Nachricht für die Duisburger sein.
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