Standdatum: 14. Juni 2026.
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Ein Apfel ist gesund – ihn einfach schnell zwischendurch zu essen, aber nicht ideal.
Ein Apfel ist immer eine gute Idee. Noch besser wäre es aber, ihn nicht auf die Schnelle zwischendurch zu essen, sondern bewusst.
Bild: imago | Westend61
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Jeder Mensch isst, aber nicht jeder isst gesund. Worauf man achten kann, um seinen Körper mit Mahlzeiten nach vorne zu bringen, erklärt eine Ernährungstherapeutin.
1 Mit einem guten Frühstück in den Tag starten
Gute Ernährung beginnt bereits am Frühstückstisch, betont Ernährungsexpertin Birgit Behnke. Ein eiweißreiches Frühstück biete einen guten Start in den Tag, dafür eignen sich zum Beispiel Magerquark, Haferflocken oder gekochte Eier. Gleichzeitig verhindere das spätere Heißhungerattacken auf Süßes. Diese sind der Verdauung nämlich gar nicht zuträglich. Um ihnen vollends zu entgehen, helfen regelmäßige Mahlzeiten und ausreichende Bewegung.
2 Auch alleine: Das Auge isst mit
Um sich aufs Essen einstellen zu können, wartet unser Körper auf Signale, sagt Behnke – und eine im Stehen gegessene Butterstulle sendet ein anderes, nicht so gutes Signal als ein schön gedeckter Teller. Denn letzterer sagt dem Körper, dass er nun in Ruhe etwas essen, aber auch riechen, schmecken und genießen kann. Deswegen lohne es sich, auch dann zu kochen, wenn man alleine isst.
Alleine essen heißt nicht, weniger wertvoll zu essen.
Birgit Behnke, Gesundheits- und Ernährungstherapeutin
3 Nicht im Stress essen
Generell sollte man vermeiden, im Stress zu essen. Denn Stress wirkt sich laut Behnke auf viele Teile des Körpers aus: Nervensystem, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse – und auch auf Verdauungssäfte. Gleichzeitig laufe die Fettverdauung schlechter an und unser Magen arbeite langsamer als sonst. Die Folgen dessen seien häufig Druck im Bauch, Völlegefühl und Blähungen.
Auch deshalb sei es wichtig, dem Körper zu signalisieren, dass er eine Pause machen und in Ruhe essen kann. Dafür helfe es, vor dem Essen dreimal ruhig durchzuatmen. Außerdem sollten wir uns die Zeit nehmen, im Sitzen zu essen: also kein schneller Snack im Laufen, sondern eine ruhige Mahlzeit. Und auch wenn es schwierig ist: Beim Essen solle ausschließlich gegessen werden, ganz ohne Ablenkungen durch Fernseher, Handy oder Buch.
4 Gut gekaut ist halb verdaut
In unserem Speichel befänden sich Enzyme, die dabei helfen können, bestimmte Lebensmittel schon einmal „anzudauen“ oder Fette zu verwerten, weiß Behnke. Diese Enzyme nehmen somit quasi bereits einen Teil der Arbeit vorweg, die sonst Darm und Co. alleine erledigen müssen. Das gelte auch für eigentlich weiche Lebensmittel, etwa Joghurt. Auch diesen sollten wir also eine Weile im Mund behalten, bevor wir ihn herunterschlucken.
5 Nicht aus Langeweile essen
Auch aus Langeweile zu essen, passiert schnell. Es würde aber helfen, kurz innezuhalten und in sich zu gehen, bevor man unbedacht zum Snack greift. Dabei könne es nützlich sein, zu summen und sich kurz etwas zu bewegen. Das beruhige das Nervensystem und hole uns aus dem Automatismus, aus Langeweile zu essen.
Es gibt winkende Lebensmittel, die rufen: „Hallo, komm iss mich!“. Bunte Verpackungen sind das meistens, Werbung, Snacks an jeder Ecke. Und unser Gehirn reagiert oft schneller auf Reize als auf echten Hunger
Birgit Behnke, Gesundheits- und Ernährungstherapeutin
6 Eine nächtliche Essenspause durchhalten
Unser Darm sollte nach der letzten Mahlzeit nachts Ruhe bekommen, sagt Behnke. Zu welcher Uhrzeit diese beginnt, spielt ihr zufolge nicht die entscheidende Rolle. Wichtiger ist die Länge: Sie empfiehlt eine nächtliche Essenspause von 12 bis 13 Stunden.
Unser Darm sollte also genügend Zeit haben, bis wir beim Frühstück auf ihn zurückgreifen. Gut für unseren Darm seien abends vor allem warme Mahlzeiten sowie Eiweiße und Bitterstoffe: Ein gutes Abendessen wäre zum Beispiel ein lauwarmer Salat mit Ei, Kartoffeln und Gemüse.
Information zum Thema
Ernährungsserie: „Besser essen, besser leben“ auf Bremen Eins
Diese und weitere Tipps gibt Ernährungsexpertin Birgit Behnke in der Serie „Besser essen, besser leben“ auf Bremen Eins. Hören kann man die Folgen im täglichen Programm oder auf bremeneins.de.
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Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Der Morgen, 2. Juni 2026, 8.40 Uhr

