Die Stadtverwaltung Hannover hat sich für ein Vergabeverbot für neue Sondernutzungslizenzen ab 2027 ausgesprochen. Darunter fallen auch die beliebten Coffee-Bikes am Maschsee. Der Kaffeemann an der Geibelstraße hat inzwischen schon eine Art Kultstatus erreicht.
Diese neue Sondernutzungssatzung ist zum 17.04.2026 in Kraft getreten. Darin wird der ambulante Handel im Umherziehen – mit sogenannten Pingelscheinen – zukünftig eingeschränkt. Bestehende Erlaubnisse behalten ihre Gültigkeit, laufen jedoch spätestens zum Ende dieses Jahres aus. Von der zukünftigen Regelung ist auch der ambulante Handel am Maschsee betroffen. Die Landeshauptstadt Hannover beabsichtigt, Verkaufsstandorte am Ostufer zuzulassen und über eine geregelte Ausschreibung zu vergeben.
Gastronomie am Hafen von Caen
Wie so was einfach machbar ist, zeigt ein Beispiel aus der Stadt Caen in der Normandie. Hier sind am Ufer des städtischen Hafens einfach Container mit Bestuhlung aufgestellt und laden zu einer Einkehr ein.
Sicherlich können sich die etablierten Betreiber der Coffee-Bikes auch auf die neu geregelten Verkaufsstandorte bewerben, nur ob sie damit Erfolg haben, ist eher unwahrscheinlich. Die Auflagen an die zukünftigen Standorte werden mit Sicherheit sehr hoch sein, und das wird man mit einem Coffee-Bike, das eher auf mobile Nutzung ausgelegt ist, nicht erfüllen können.
Daher gibt es jetzt im Netz zwei Petitionen, die sich gegen das Vergabeverbot aussprechen:
Am Maschsee gibt es auf jeden Fall zu wenig gastronomische Angebote. Ohne die Coffee-Bikes gibt es gerade mal an vier Orten eine Gastronomie. Zum Vergleich: In Hamburg an der Außenalster sind es mindestens 12 Standorte mit Gastronomie und die Runde um die Außenalster ist mit 7,4 Kilometern nicht sehr viel länger als einmal um den Maschsee.
Bildquellen:
- Gastronomie in Caen: www.hannover-entdecken.de
- Start zum B2Run Hannover 2025 am Maschsee: Infront B2Run GmbH
- Grafitti: www.hannover-entdecken.de
- Fahrräder: Pixabay
