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In Halle (Saale) sind offenbar mehrere Mädchen in einer Wohnung vergewaltigt worden. Die Polizei spricht von einem „schweren Sexualdelikt“. Die Täter sind selbst noch minderjährig, zwischen 13 und 16 Jahren alt.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, geschah die unfassbare Tat am Samstagabend in einem Mehrfamilienhaus im Süden von Halle (Sachsen-Anhalt). Die vier tatverdächtigen Jungen stammen aus Mali und Portugal. Polizeisprecher Alexander Junghans (49): „Jetzt muss ermittelt werden, ob und wie viele der geschädigten Opfer einer Sexualstraftat wurden.“ 

Zwei Opfer im Krankenhaus

Die Opfer sind nach BILD-Informationen deutsche Mädchen im Kindesalter unter 14 Jahren. „Zwei der Geschädigten wurden zur medizinischen Versorgung in ein hallesches Krankenhaus stationär eingeliefert“, so der Polizeisprecher. „Zwei weitere wurden ambulant behandelt.“

Mädchen K.o.-Tropfen eingeflößt?

Die Rechtsmedizin wurde nicht nur wegen des Verdachts der Sexualstraftaten (Sicherung von DNA-Spuren) in den Fall eingeschaltet, sondern auch wegen toxikologischen Untersuchungen. Die Polizei schreibt in einer Mitteilung: „Gegenstand der durchgeführten medizinischen Untersuchungen bei den Mädchen sind unter anderem Proben auf Alkohol und weitere möglicherweise bewusstseins- und/oder willensbeeinflussende Substanzen.“ Das könnten Drogen oder K.o.-Tropfen sein.

Tatverdächtiger (13) an Eltern übergeben

Noch ist unklar, wie sich die vier Opfer aus der Gewalt ihrer Peiniger befreien konnten. Die Polizei hält sich aus Gründen des jugendlichen Alters der Tatverdächtigen und der Opfer bedeckt, auch dazu, wer die Polizei alarmierte. Junghans: „Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden umgehend aufgenommen und werden mit hoher Priorität geführt.“ „Die drei strafmündigen tatverdächtigen Jugendlichen im Alter von 14 und 16 Jahren wurden sodann auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Halle vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht“, so Junghans. Der 13-jährige Junge im Kindesalter wurde seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Das Jugendamt wurde eingeschaltet.

Sofern die Staatsanwaltschaft Haftbefehle beantragt, soll die drei Tatverdächtigen am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft Halle war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

In einer ersten Version haben wir geschrieben, dass die schreckliche Tat in einem Mehrfamilienhaus an der Elsa-Brandström-Straße in Halle passiert sei. Das hat die Polizei auf Nachfrage dementiert. Den Tatort gibt die Polizei aufgrund des Opferschutzes und des jugendlichen Alters der Täter nicht bekannt.