
AUDIO: Nachrichten 13:00 Uhr – 14.06.2026 (3 Min)
Stand: 14.06.2026 15:26 Uhr
Die Blutvorräte in Schleswig-Holstein sind teils kritisch niedrig. Um die Spendebereitschaft zu erhöhen, schickt das UKSH ein neues Blutspendemobil auf Tour. Auch das DRK ruft zum Blutspenden auf.
Weil immer weniger Menschen Blut spenden, setzt das UKSH jetzt auf ein Blutspendemobil. Damit wollen die Verantwortlichen direkt bei Unternehmen, Behörden, Vereinen oder Bildungseinrichtungen Spenderinnen und Spender ansprechen. Das Mobil des UKSH kann gebucht werden und ist mit vier Spenderplätzen ausgestattet.

Das neue Blutspendemobil vom UKSH hat vier Spendeplätze.
In den ersten Tagen stand der umgebaute Wohnwagen auf dem UKSH-Campus in Kiel. Die Resonanz war laut einem Sprecher gut. Pro Tag seien etwa 20 Menschen ins Mobil gekommen. Eine Blutspende von 500 Milliliter dauert etwa 15 Minuten. Das lasse sich gut in den Arbeitsalltag integrieren.
Blutgruppen-Vorräte teilweise bedrohlich knapp
Auch das DRK bietet regelmäßig Blutspendetermine im Norden an und ruft jetzt zum Weltblutspendetag zum Spenden auf. Gerade im Sommer sinkt die Spendebereitschaft durch die Urlaubszeit, der Bedarf ist aber so hoch wie immer. 500 Blutspenden brauchen sie im Bereich Schleswig-Holstein und Hamburg täglich. Damit versorgt das DRK 47 Kliniken und 70 Praxen, wie zum Beispiel onkologische Arztpraxen.
Für die Blutgruppen 0-, A- und B- meldet der DRK-Spendedienst Nord-Ost auf seiner Webseite bedrohliche bis niedrige Vorräte. Das bedeutet, dass die Versorgung bei Operationen oder im Notfall möglicherweise nicht sichergestellt werden kann.
Demografischer Wandel verändert Blutspendeklientel
Susanne von Rabenau vom DRK Nord Ost sieht den Rückgang in den Blutspenden auch im demografischen Wandel. Vor allem die Baby-Boomer würden Blut spenden. Sie rechnet damit, dass die in den nächsten zehn bis 15 Jahren weniger Blut spenden werden, möglicherweise wegen Medikamenteneinnahmen im höheren Alter. Gleichzeitig steige der Anteil älterer Menschen, die medizinisch versorgt werden müssen. Deshalb rufen sie vor allem junge Menschen auf, regelmäßig Blut zu spenden.

Das Uniklinikum Schleswig-Holstein ermöglicht mobile Blutspenden, zum Beispiel in Betrieben, Schulen oder Vereinen.

Die Ausgezeichneten haben teilweise ihre 150. Blutspende geleistet. Damit stellen sie laut DRK die Versorgung vieler Patienten sicher.

Weil immer weniger Menschen Blut spenden, müssen Kliniken sparsam damit umgehen. In Heide gibt es dafür jetzt eine Koordinatorin.