Es ist eine Seltenheit und eine große Ehre für die Stadt Karlsruhe: Meister Adebar hat sich nicht nur erneut dazu entschlossen, auf dem Dach der Zooverwaltung zu brüten. Nein, er hat auch einen neuen Rekord aufgestellt: Gleich vier Jungtiere schlüpften gesund und Munter aus den Eiern in schwindelnder Höhe.

Dank eines Senders kann man stets herausfinden, wo sich die Tiere aufhalten.

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Dank eines Senders kann man stets herausfinden, wo sich die Tiere aufhalten.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

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Dank eines Senders kann man stets herausfinden, wo sich die Tiere aufhalten.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

Sender begleiten Storchenreise Richtung Süden ab Karlsruhes Innenstadt

Jetzt stand für die vier Nachwuchs-Glücksbringer ein wichtiger Termin an. Diese Woche wurden die vier Jungvögel von NABU-Storchenexperte Stefan Eisenbarth und Dr. Wolfgang Fiedler, Leiter der Vogelwarte Radolfzell, vermessen, gewogen, beringt und mit Sendern ausgestattet. Mithilfe eines Hubwagens des Gartenbauamts konnten die Tiere sicher aus dem Nest geholt werden.

Vier Jungstörche in einem Nest. Das hat es auf dem Dach der Zooverwaltung, so die Zooverwaltung Karlsruhe auf Facebook, noch nie gegeben! Damit ist die diesjährige Brut die bislang erfolgreichste, seit die Störche dort nisten., heißt es in einem Beitrag auf der Plattform.

Die vier Jungstörche geben schon jetzt ein stattliches Bild ab.

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Die vier Jungstörche geben schon jetzt ein stattliches Bild ab.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

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Die vier Jungstörche geben schon jetzt ein stattliches Bild ab.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

Karlsruhe meldet Rekord bei Storchennachwuchs auf dem Zooverwaltungsdach

Weißstörche stehen in Deutschland streng unter Naturschutz, auch ihre Nester. Die stattlichen Vögel werden im Durchschnitt zehn bis fünfzehn Jahre alt. Durch die Beringung können Experten erfahren, wohin es die Jungvögel eines Tages verschlagen wird. Nach der Untersuchung und der Anbringung von Ring und Sender wurden alle vier Jungstörche wieder zurück in ihr Nest gesetzt. Denn die Kleinen werden noch immer von ihren Eltern versorgt. Bis zum Herbst müssen sie stark genug sein, um den langen, beschwerlichen Flug in den Süden auf sich nehmen zu können.

Das Team hat die Tiere untersucht, gewogen und beringt.

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Das Team hat die Tiere untersucht, gewogen und beringt.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

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Das Team hat die Tiere untersucht, gewogen und beringt.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

Die angebrachten Sender werden in den kommenden Monaten wertvolle Daten liefern. So kann später nachvollzogen werden, wie sich die Jungstörche nach dem Ausfliegen bewegen und welche Route sie auf ihrem ersten Zug in Richtung Süden wählen. Nun heißt es zunächst weiter wachsen. Bis die vier Jungstörche flügge werden, wird es noch etwas dauern. Auch Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt war der Aktion dabei.

Störche sind enorm ortstreu. Das Männchen kommt meist im Frühjahr zuerst aus dem Winterquartier zurück, besetzt das Nest und wartet auf das Weibchen. Das Paar bleibt sich oft über Jahre hinweg treu – genauso wie seinem „Stammplatz“ auf dem Dach. In Karlsruhe darf man sich fast jedes Jahr auf Storchennachwuchs freuen. Mitten in einer Großstadt ist das eine Besonderheit!