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53 Spiele ist der FC Barcelona im Handball ungeschlagen – und auch die Füchse Berlin können diese Wahnsinns-Serie nicht stoppen. Der FC Barcelona bleibt im Finale der Königsklasse eiskalt, nutzt seine ganze Klasse und verwehrt Berlin den historischen ersten Champions-League-Triumph. Bittere Lektion: Die Berliner verlieren nach 2025 zum zweiten Mal in Folge das Endspiel. Barcelona gewinnt vor 20.000 Fans in der Kölner Lanxess Arena zum 13. Mal Europas Krone – 34:37 (16:20).
Füchse wieder in den giftgrünen Glückstrikots aus dem Halbfinale gegen Magdeburg (40:35). Doch das Spiel beginnt anders als gedacht: Statt Tempo-Handball bei den Füchsen, überrennt Barcelona die Füchse (drei Treffer in einer Minute) und führt schnell 9:6 (14.). Neben den spanischen Stars auf dem Parkett liefert auch Handball-Legende Stefan Kretzschmar (53) als Dyn-Experte am Mikro ein Kommentar-Feuerwerk ab: „70 Prozent der Spieler haben vor so einem Finale die Hosen voll, aber nicht ein Mathias Gidsel, der freut sich auf so ein Spiel.“ Ergänzt: „Taktisch feuert Trainer Carlos Ortega aber hier einiges raus. Das ist ein brutales Statement von Barcelona.“ Und zum Duell Lasse Andersson gegen Aleix Gomez: „Wie die sich beide am Trikot ziehen, habe ich zuletzt in den 96ern in den NBA-Finals zwischen Dennis Rodman und Karl Malone gesehen.“ Und weiter: „Das wird auch das Duell der beiden Busfahrer im Tor, Milosavljev und Nielsen, beide überragende Typen.“
Handball: Barça-Koloss Nielsen fertigt die Füchse ab
Recht hat er, denn Emil Nielsen zieht mit seinen 14 Paraden den Füchsen mächtig den Zahn. In den ersten 30 Minuten ballern die Berliner gleich 9-mal daneben (verwerfen dazu zwei Siebenmeter). Ungewöhnlich viele Passfehler kommen obendrauf. Gidsel noch gar kein Faktor, auf dem Weg zu seinem schlechtesten Saisonspiel. Er bricht seine Torflaute erst nach 25 Minuten, macht da sein erstes Tor zum 12:16. Barcelona davon unbeeindruckt.
Foto: BILD
Aber auch Barcelonas Superstar Dika Mem (28/vier Treffer), der ab Sommer 2027 zu den Füchsen wechselt und schon fleißig Deutsch lernt, spielt nur die ersten zehn Minuten, sagt: „Wir waren darauf vorbereitet, dass Mathias Gidsel mit Sicherheit viele Tore erzielen wird. Wir wollten es ihm so schwer wie möglich machen. Aber ich denke, jeder weiß, dass er momentan der beste Spieler ist. Es war schwer, ihn die ganze Zeit zu stoppen.“
Gidsel (8 Tore) nach den ersten 30 Minuten auf, die Füchse brauchen ihn. Bei Barcelona geht alles, bei Berlin nicht viel. Hoffnung in der 45. Minute. Ludovic Fabregas greift Mathias Gidsel böse in den Wurfarm, sieht Rot. Hoffnung bei den Berlinern, denn Tobias Gröndahl versenkt den Siebenmeter zum 24:27 (46.) und der wichtigste Abwehrspieler ist raus. Geht da noch was? Dika Mem, kalt vom Herumsitzen auf der Bank, soll Fabregas jetzt ersetzen, und Mem hämmert unbeeindruckt seinen Wurf gleich rein – 25:29 (48.). Das Spiel in der 53. ein Krimi, denn der beste Handballer der Welt trifft, Gidsel bringt die Füchse auf 30:32 dran (53.). Doch auch Max Darj sieht bei den Füchsen Rot. Noch fünf Minuten – 32:34, doch Barca schaukelt den Sieg über die Zeit, weil ausgerechnet Gisdel Barcas Djordje Cikuša den Ball direkt zum Konter in die Hände wirft.
