In Karlsruhe steigt die Anzahl der Wohnungseinbrüche. Manche Stadtteile stechen dabei deutlich hervor. Das zeigt die Kriminalstatistik 2025. Zu den gefährlichsten Städten von Baden-Württemberg zählt Karlsruhe jedoch nicht.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt

Nachdem die Zahlen 2023 noch bei 240 Fällen gelegen hatten, registrierte die Polizei 2024 bereits 319 Fälle – 2025 stieg die Zahl weiter auf 350. Auffällig: Fast jeder zweite Einbruch bleibt beim Versuch. Von den 350 erfassten Fällen im Jahr 2025 waren 169 Versuche.

Wo wird in Karlsruhe am meisten eingebrochen? (Symbolbild)

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Wo wird in Karlsruhe am meisten eingebrochen? (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel

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Wo wird in Karlsruhe am meisten eingebrochen? (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel

Während Einbrüche in Bürogebäuden zuletzt eher zurückgingen, geraten neben Wohnungen auch Keller deutlicher ins Visier von Einbrechern.

Südstadt ist Spitzenreiter bei Einbrüchen

Bei den absoluten Zahlen liegt die Südstadt vorn. Dort registrierte die Polizei 2025 insgesamt 33 Straftaten im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen. 2023 lag die Statistik noch bei acht Einbrüchen. Der stärkste Anstieg von allen Stadtteilen.

Danach folgen die Südweststadt mit 29 Fällen, Durlach und die Oststadt mit jeweils 23 Fällen, Rüppurr und Neureut mit jeweils 22 Fällen sowie Grünwinkel mit 21 Fällen. In Grünwinkel verdoppelte sich die Zahl nahezu von elf Fällen 2024 auf 21 im Jahr 2025. Am wenigsten betroffen sind Weiherfeld-Dammerstock (1 Fall), Wolfartsweier (2 Fälle) und Hagsfeld (3 Fälle).

Stadtteil Wolfartsweier.

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Stadtteil Wolfartsweier.
Foto: Tim Carmele/TMC-Fotografie (Archivbild)

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Stadtteil Wolfartsweier.
Foto: Tim Carmele/TMC-Fotografie (Archivbild)

Schaut man auf die Zahl der Einbrüche pro 1.000 Wohnungen, verändert sich das Bild. Dann verzeichnet Palmbach die höchsten Werte mit 5,7 Einbrüchen je 1.000 Wohnungen. Es folgen Stupferich mit 5,5 Einbrüchen, Hohenwettersbach mit 4,6 Einbrüchen sowie Grünwinkel und Rüppur mit jeweils 3,9 Einbrüchen. Gerade kleinere Stadtteile können dabei durch wenige zusätzliche Fälle schnell auffällig werden.

Ein "Einbrecher" hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene).

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Ein „Einbrecher“ hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene).
Foto: Silas Stein/dpa (Archivbild)

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Ein „Einbrecher“ hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene).
Foto: Silas Stein/dpa (Archivbild)

Wie ist es 2026 in Karlsruhe um Einbrüche bestellt?

Die Zahlen für das aktuelle Jahr 2026 unterliegen noch einem Veröffentlichungsverbot: Die Polizei Karlsruhe kann dieser Redaktion deshalb nur eine derzeitige Tendenz der Zahle übermitteln.

Generell sei derzeit von einem leichten Rückgang der Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet auszugehen. „Speziell im Stadtteil Karlsruhe-Südstadt sind derzeit keine gravierenden Abweichungen zum Vorjahr festzustellen“, sagt Polizeisprecher Franz Henke gegenüber ka-news.

Auch in den Stadtteilen, die 2025 als besonders anfällig für Wohnungseinbrüche galten, wird nach aktuellem Stand für 2026 kein nennenswerter Unterschied erwartet.

Schutz vor Einbrüchen: Das empfiehlt die Polizei

  • Türen beim Verlassen der Wohnung/des Hauses immer abschließen
  • Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren schließen
  • Keine Hinweise auf Abwesenheiten veröffentlichen
  • Auf verdächtige Beobachtungen achten
  • Anwesenheit simulieren, zum Beispiel durch Lichtquellen
  • Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen sowie Alarmanlagen nutzen