Nach einer rasanten Verfolgungsjagd konnten Polizisten in der Nacht auf Sonntag einen 52-jähriger Solinger in Langenfeld stellen, nachdem dieser bei einer Verkehrskontrolle der Polizei in Köln geflohen war. Gegen 2 Uhr hatten zivile Einsatzkräfte der Polizei in Köln-Mühlheim einen Ford Kuga kontrollieren wollen. Jedoch rammte der Fahrer den Einsatzwagen und floh zunächst unerkannt.
Die Polizistin verfolgten den Ford, der mit hoher Geschwindigkeit und unter Missachtung mehrerer roter Ampeln über die Autobahn bis nach Langenfeld floh, heißt es im Polizeibericht. Hinzugezogene Beamte fanden das Auto schließlich auf der Grünewaldstraße in Langenfeld. Sie konnten den mittlerweile zu Fuß flüchtende Fahrer, einen 52-jährigen Deutsch-Polen, sowie seine 45-jährige Beifahrerin stellen.
Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass der Ford Kuga in der Nacht auf den 9. Juni in Mettmann gestohlen worden war. Die inzwischen an dem Ford angebrachten Kennzeichen waren laut Polizei bereits im Jahr 2017 in Dortmund gestohlen worden. Weitere Kölner Kennzeichen, die im Fahrzeug aufgefunden wurden, trugen gefälschte Plaketten.
Die Polizisten leiteten nach der Beweissicherung ein Ermittlungsverfahren gegen den kriminalpolizeilich bereits erheblich in Erscheinung getretenen Tatverdächtigen ein. Der 52-Jährige stand nicht nur unter Drogeneinfluss, sondern konnte auch keinen gültigen Führerschein vorweisen. Dank einer aufmerksamen Zeugin konnte überdies ein Päckchen mit einer geringen Menge mutmaßlicher Drogen, die der Tatverdächtige zu Beginn seiner Flucht noch in Köln aus dem fahrenden Auto geworfen hatte, sichergestellt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wuppertal wird der Tatverdächtige am Montag einem Haftrichter vorgeführt.