178 Meter lang, 700 Tonnen schwer und auf der Suche nach einem Namen: die erste Tunnelbohrmaschine, die Mitte September auf der Baustelle für die 2. Stammstrecke in München im Einsatz ist. Die Deutsche Bahn (DB) startet ab sofort einen Wettbewerb zur Namensgebung der Maschine. Noch bis 30. Juni können Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge einsenden – und sogar etwas gewinnen.
DB startet Namenswettbewerb für Münchens Tunnelbohrmaschine
„Wir bauen die 2. Stammstrecke für die Menschen in München und der gesamten Region. Deshalb finden wir es schön, wenn die Menschen bei einem besonderen Teil dieses Projekts mitwirken und der ersten Tunnelbohrmaschine einen Namen geben können“, zitiert die DB Jörg Müller, Leiter Technik bei der 2. Stammstrecke, in einer Mitteilung am Montag.
Für das Gerät sucht die DB weibliche Namen mit Bezug zu „München, Bayern, Technik, Wissenschaft oder Infrastruktur“. Auch kreative Akronyme mit nachvollziehbarer Herleitung seien möglich. Aus den eingereichten Vorschlägen sucht das Projektteam drei Namen aus, die schließlich vom 13. bis 24. Juli zur Abstimmung stehen. Die Gewinnerinnen oder Gewinner dürfen sich dann aber nicht nur darüber freuen, dass ihr Name ausgewählt wurde, sie gewinnen zudem eine exklusive Führung zur Tunnelbohrmaschine am Tunnelportal West. Die Führung findet am Tag der offenen Baustelle am Wochenende vom 12. und 13. September statt.
DB startet Bohrarbeiten zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof
Ab Mitte September ist das 700 Tonnen schwere Gerät zwischen der Donnersbergerbrücke und dem Marienhof im Einsatz. Die Bohrmaschine erstellt auf rund drei Kilometern Länge den Erkundungs- und Rettungsstollen der 2. Stammstrecke. Sie wurde laut DB speziell für die anspruchsvollen Bodenverhältnisse im Münchner Untergrund entwickelt. Wer einen Vorschlag hat, kann diesen ab sofort auf der Internetseite www.2.stammstrecke-muenchen.de/tbm einreichen. Auf dieser Seite können Bürgerinnen und Bürger später auch über die Finalistinnen abstimmen. Die Tradition, einer Baumaschine einen weiblichen Namen zu geben, geht auf die Heilige Barbara zurück, die als Schutzpatronin der Bergleute und Mineure gilt.
Die sogenannte Mixshield-Maschine wurde von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Tunnel Hauptbahnhof gemeinsam mit dem Hersteller Herrenknecht entwickelt. Zur ARGE gehören die Unternehmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, die Firmengruppe Max Bögl, Ed. Züblin AG sowie Bauer Spezialtiefbau.