Das Wichtigste in Kürze
- Ein Marder hat sich im Ernst-Louisen-Heim in Herford niedergelassen.
- Der Marder wählte die Zwischendecke des Festsaals als Bleibe.
- Ein Jäger wurde beauftragt, um den Marder zu vertreiben und mögliche Zugänge zu verschließen.
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Herford. Rund 120 Bewohner leben im Ernst-Louisen-Heim der Diakonie-Stifung und werden dort betreut. Ein Bewohner hat die Mitarbeiter des Herforder Seniorenheims jetzt aber vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Er hatte sich illegal in die Einrichtung geschlichen und häuslich niedergelassen: Ein Marder fühlt oder fühlte sich pudelwohl in der Einrichtung.
Und während viele Herforder Hausbesitzer die illegalen Hausbesetzer meist auf ihren Dachböden laufen hören, hatte sich der Marder im Ernst-Louisen-Heim just die Zwischendecke des großen Festsaals als dauerhafte Bleibe auserkoren.
Da Marder vorwiegend tagsüber schlafen und nachts aktiv sind, hatte der tierische Altenheim-Bewohner offenbar das Gefühl, ein perfektes Arrangement mit den tagaktiven Zweibeinern getroffen zu haben. Vor einigen Tagen verriet sich der Gast mit dem weißen Kehlfleck dann aber durch seine Trippelei auf den Platten der Decke, erklärt Meike Schrage, Sprecherinder Evangelischen Diakonie-Stiftung.
Herforder Heimleitung kündigt dem Marder
Da die Heimleitung den Bewohner loswerden wollte, der aber naturgemäß keine schriftliche Kündigung akzeptiert, wurde ein Jäger als Fachmann zurate gezogen, der das Haus auf Löcher und Zugänge untersuchte – dazu zählen etwa nah am Haus stehende Bäume oder Fallrohre. Die Stellen seien bereits verschlossen worden, so Meike Schrage.
Der Steinmarder sei bislang noch nicht wieder gehört worden. Ob er ausgezogen ist, ist bisher nicht nicht ganz klar. Danach werde mit der Reinigung der Zwischendecke begonnen, denn die Tiere gelten nicht gerade als sauber. Falls der Marder tatsächlich wieder eine Unterbringung in einem Seniorenheim anstrebt, besteht nun akute Gefahr für Maria Rast.
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