Immer wieder ist es in den vergangenen Monaten in Wuppertal unter weiter ungeklärten Umständen zu nächtlichen Autobränden gekommen.
So brannten in der Nacht auf den 28. Mai fünf Autos in der Elberfelder Südstadt komplett aus. An der Vereinstraße wurde gegen 3.30 Uhr nachts ein brennender Pkw gemeldet. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hatte das Feuer, beschleunigt durch auslaufendes Öl und Treibstoff, auf fünf weitere Autos übergegriffen. An zwei Häusern entstanden zudem Schäden an Fassaden, Fenstern und Rollläden durch Rauch und Hitze.
Wenige Wochen zuvor waren an einem Mittwochabend drei Autos mutmaßlich angezündet und dabei teils schwer beschädigt worden. Gegen 20 Uhr und 20.10 Uhr waren die ersten zwei Brände an der Kirchhofstraße in Sonnborn bemerkt worden. Eines der Fahrzeuge wurde vollständig zerstört. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe konnte die Polizei eine vorsätzliche Brandstiftung und einen Zusammenhang nicht ausschließen. Eine Stunde später brannte ein parkender Wagen an der Gambrinusstraße in Elberfeld. Laut Polizei hatte ein Zeuge eine dunkel gekleidete Person bemerkt und war dieser gefolgt. Allerdings verlor sich später die Spur. Die Polizei geht von mutwilliger Zerstörung aus und ermittelt. Erst vergangene Woche ging ein Mercedes A-Klasse an der Meininger Straße in Langerfeld in Flammen auf.
Weder Täter noch Motive
zu Autobränden ermittelt
In der Nacht auf den 8. März hatten vier Autos an der Siegesstraße in Barmen Feuer gefangen, darunter ein E-Auto. Zunächst waren die Einsatzkräfte davon ausgegangen, dass dieses zuerst Feuer gefangen hatte. Doch den damaligen Erkenntnissen zufolge hatten zwei Autos gleichzeitig angefangen zu brennen. Aufgrund der großen Hitze platzten mehrere Fenster an einem Wohnhaus.
Doch die Serie dieser Autobrände ist nicht aufgeklärt, teilt die Wuppertaler Staatsanwaltschaft mit. Weder zu möglichen Tätern, Motiven noch Ursachen könne man derzeit Auskunft geben. Zwar könne es vorkommen, dass eine Autobatterie Feuer fängt, sagt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Die Häufung spreche aber mehr dafür, dass es sich um Vorsatz handeln könnte. Ermittlungserfolge in diese Richtung gebe es aber noch nicht. Entsprechend wenig bis gar nichts kann man zu den Hintergründen der Brände sagen und ob es möglicherweise einen Zusammenhang gibt. Es werde weiter ermittelt.