Fußball | Regionalliga
Stand: 15.06.2026 23:09 Uhr
Die BSG Chemie Leipzig hat am Montag mit der Vorbereitung auf die neue Fußball-Regionallliga-Saison begonnen. In Vorjahr hatte Trainer Alexander Schmidt nach seiner Inthronisierung die Leutzscher mit einer runderneuerten Mannschaft noch zum Klassenenerhalt geführt.
Abgänge „tun weh“
Auch diesmal dürften die Fans der Grün-Weißen einige Neue im Kunze-Sportpark sehen. In der Sommerpause sei er „physisch im Urlaub gewesen, aber eigentlich mehr am Telefon als am Strand“, verriet Schmidt im Interview mit SPORT IM OSTEN. Mit unter anderem Torjäger Ratifo, den Angreifern Seidemann und Akono sowie Mittelfeldakteur Lihsek verließ ein Quartett die BSG: „Das ist leider so im Fußball. Wir hätten sie gern behalten, haben alles versucht, aber das war halt leider nicht möglich. Es tut uns weh, aber wir werden versuchen, es aufzufangen.“ Da sei man auf einem guten Weg, allerdings schielten derzeit viele Spieler, die „gut performt haben“ eher in Richtung 3. Liga. Bedarf hat Schmidt im Mittelfeld, hinter den Spitzen und im Sturm ausgemacht. Noch am Montag gab der Klub den Transfer von Flügelstürmer Elias Kratzer bekannt. Der 26-Jährige kommt von West-Regionalligist Bonner SC und unterzeichnete einen Einjahres-Vertrag mit Option. Er kickte auch schon beim Greifswalder FC.
Video:
Chemie-Coach Alexander Schmidt: „Ich war mehr am Telefon“ (4 Min)
Schmidt setzt auf starke Testgegner
Das Chemie-Vorbeitungsprogramm ist ambitoniert, mit Duellen gegen Drittliga-Absteiger Schweinfurt, Zweitligist 1. FC Magdeburg und Österreichs Zweitligist Wacker Innsbruck: „Das ist mir immer wichtig. Ich mag diese Vorbereitungen nicht, wo man viele niederklassige Mannschaften hat, und dann denkt ‚Alles super“, und dann kommen die Punktspiele, und man sieht ‚Okay, doch nicht alles super'“. Es ist mir lieber, dass wir jede Woche einen guten Test haben, wo wir voll gefordert werden.“

Trainingsauftakt bei der BSG Chemie Leipzig: Bradley Lokilo und Rudolf Sanin (re.) im Zweikampf
Zudem organisieren die Leutzscher ein Trainingslager in Südtirol. Der Coach hofft auf eine ähnliche Wirkung wie im Winter: „Das war damals auch schon gut und die Basis, dass wir die Klasse gehalten haben. Und jetzt im Sommer muss es eben genauso sein.“ Man müsse gut arbeiten und gut in die „harte Liga“ reinstarten. Das gelang in der Vorsaison gar nicht, als man die ersten sechs Partien alle verlor.
Hoffnung auf „ruhigeres Fahrwasser“
Grundsätzlich möchte man nicht so so einen extremen Druck haben und in „ruhigeres Fahrwasser“ kommen. Vorher müsse man aber die Stammkräfte erst einmal „adäquat ersetzen“. Das sei aktuell „das oberste Ziel“, so der gebürtige Augsburger, der einst dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Jugend des FC Augsburg die ersten Traineraufgaben stellte.