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München – Kommt es jetzt nochmal zur großen Wende beim Chaosverein 1860 München? BILD weiß: Investor Hasan Ismaik (48) will am Dienstag nach München kommen. Was er im Gepäck haben wird? Unklar.

Stand jetzt stehen die Löwen am Abgrund, nachdem der jordanische Geschäftsmann am 21. Mai ein bestehendes Darlehen, das für die Sicherung der 3. Liga nötig war, gekündigt hatte. Am 3. Juni scheiterten die letzten Gespräche zwischen der KGaA, dem Verein und Ismaik, rund 2,7 Millionen Euro fehlten. Die Frist beim DFB lief ab, die Löwen stiegen in die Regionalliga ab.

Dagegen kann die KGaA noch bis Donnerstag Beschwerde einlegen – die Aussicht auf Erfolg geht allerdings gegen null. Doch so lange herrscht Stillstand beim einst so stolzen Verein (Meister 1966), auch der Antrag auf Insolvenz ist bis zu einer finalen Entscheidung nicht möglich.

Kommt jetzt die Wende?

Durch sein Kommen nach München signalisiert Ismaik: Der Verein ist mir nicht egal. Allerdings: Der Wert seiner Anteile (60 Prozent, rund 80 Mio. Euro hat er seit 2011 investiert), die er seit rund einem Jahr erfolglos verkaufen möchte, ist durch den Absturz in den Amateurbereich signifikant gesunken. Dazu kommt: Aktuell hat die KGaA kein Spielrecht mehr. Das liegt beim Verein, wurde in den vergangenen Jahren aber durch einen Kooperationsvertrag immer an die Lizenzmannschaft übertragen. Diesen Vertrag hat der Verein aber am 4. Juni gekündigt.

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Eine Versöhnung scheint aktuell ausgeschlossen. BILD weiß: Hinter den Kulissen wird an einem Ausstiegsmodell gearbeitet: Ismaik soll seine Anteile den Fans übertragen und wird im Erfolgsfall in einigen Jahren entlohnt. Doch das wird wohl ein Wunschszenario bleiben.

Mathew Collins (21) trainiert bei 1860 München zur Probe

Mathew Collins (21) trainiert bei 1860 München zur Probe

Foto: Sven Hoppe/dpa

Sportlich kommt jedenfalls wieder Bewegung rein: Am Montag um 15 Uhr rollte bei den Löwen wieder der Ball, eine Mischung aus U21-Spielern und ehemaligen Profis, die einen Regionalliga-Vertrag haben, startete in die Vorbereitung. Mittendrin: Mathew Collins (21).

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Der Vater landete Welthits (u.a. Another Day in Paradise, In the Air Tonight), sein Sohn entschied sich für die Karriere als Fußballer. Und kommt jetzt zu den Löwen. Das Talent (geboren in der Schweiz, hat auch die englische Staatsbürgerschaft) startete mit 16 Jahren durch, spielte u.a. für die U19 von Hannover 96 und in Österreich für den Profi-Verein WSG Tirol (2023 bis 25). Zuletzt lief der Mittelfeldspieler für den Ösi-Zweitligisten SV Austria Salzburg auf.

Der erste Eindruck war beeindruckend: Nicht zwingend auf dem Platz, aber daneben: Rund 350 kamen ans Trainingsgelände, standen für die Jugend-Truppe Spalier und skandierten: „Einmal Löwen, immer Löwen …“