Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russischer Künstler in Polen ermordet
Aktualisiert am 16.06.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 10 Min.
Der exilrussische Künslter Semyon Skrepetsky bei einer Protestaktion vor der russischen Botschaft in Berlin (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Vasily Krestyaninov / SOPA Images/imago)
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Der EU-Beitritt der Ukraine rückt näher. Polen ist schockiert über den Mord an Semyon Skrepetsky. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Russischer Exil-Künstler Semyon Skrepetsky in Polen ermordet
Ein russischer Künstler und Putin-Kritiker ist im Osten Polens auf offener Straße erschossen worden. Auf den 44-Jährigen seien mehrere Schüsse abgegeben worden, sagte ein Polizeisprecher der Woiwodschaft Lublin der polnischen Nachrichtenagentur PAP zufolge. Tatort war die Stadt Biala Podlaska, die etwa 35 Kilometer vor der Grenze zu Belarus liegt.
Dem Hergang nach sehe es nach einer geplanten Tötung aus, sagte der Polizeisprecher. „Wir kennen aber das Motiv des Täters bisher nicht“, sagte er. Gefasst werden konnte der Schütze nicht.
Während die polnische Polizei keine Namen nannte, identifizierten russische und belarussische Oppositionsmedien den Toten als einen Aktionskünstler und Karikaturisten. Die belarussische Exil-Journalistin Hanna Liubakova gab aber den Tod von Semyon Skrepetsky bekannt. Er habe sich mit Spottzeichnungen über Kremlchef Wladimir Putin, den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko oder Sowjetdiktator Josef Stalin einen Namen gemacht. Er lebte seit 2021 in Polen im Exil.
Selenskyj: Putin weist Gesprächsangebot der Ukraine zurück
Der russische Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben des russischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein gemeinsames Treffen zur Beendigung des Kriegs abgelehnt. „Wir haben Putin dazu gedrängt, sich an einem Format zu beteiligen, das eine echte Lösung zur Beendigung des Kriegs ermöglichen würde. Wir wollen nichts anderes“, teilte die Präsidialverwaltung mit. Doch die russische Seite wies die Initiative den Angaben zufolge zurück.
Zuvor hatten sich bereits Deutschland, Frankreich und Großbritannien für eine neue Runde von Verhandlungen bemüht. Auf dem G7-Gipfel im französischen Evian soll zudem US-Präsident Donald Trump ermuntert werden, Putin zu Verhandlungen zu bewegen.
Russland: Drohnentrümmer lösen Brand in Öllager aus
Herabstürzende Trümmerteile einer Drohne haben Behördenangaben zufolge einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Es gebe keine Opfer, teilen die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim.
Lukaschenko: Russland und Ukraine müssen Kompromisse schließen
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft auf, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagt der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Zwar rückten die russischen Truppen weiter vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten. Lukaschenko erklärt weiter, dass die Ukraine von seinem Land nichts zu befürchten habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarussischem Gebiet aus erfolgen könnten. Belarus hatte Russland im Jahr 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.
