Der Kölner Verein Civimus stellt in Kooperation mit der VHS Moers – Kamp-Lintfort 10.000 Euro für Stipendien bereit. Gefördert werden Menschen, die einen Integrationskursus besuchen möchten, nach den verschärften BAMF-Zulassungsregeln aber keine staatliche Förderung mehr erhalten und die Kurskosten nicht selbst tragen können.

Interessierte können sich direkt an die VHS wenden. Die Entscheidung über die Vergabe treffe Civimus nach eigenem Prüfverfahren, heißt es in einer Mitteilung. „Sprachkenntnisse sind die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen hier wirklich ankommen und ihren Beitrag leisten können“, sagt Uwe Bröking, Vorstandsvorsitzender von Civimus. „Wenn staatliche Förderung diese Lücke nicht schließt, wollen wir als Zivilgesellschaft einspringen.“

Unterstützung durch Unternehmen und private Spender

Zeitgleich startet der Verein eine Spendenkampagne, um weitere Gelder einzuwerben, die eine Ausweitung des Angebots ermöglichen sollen. Jeder Integrationskursus besteht aus sieben Modulen zu jeweils 100 Unterrichtseinheiten. Die Kosten belaufen sich auf 2500 Euro pro Person. Civimus übernimmt die Kosten für vier Personen – und hofft auf rege Unterstützung durch Unternehmen und private Spender.

Interessierte finden weitere Informationen unter www.civimus.eu/spenden.html Das Programm ist als Pilotprojekt angelegt. Civimus plane, die Kooperation auf weitere Volkshochschulen auszuweiten, sobald ausreichend Spendenmittel vorhanden seine, heißt es weiter. Die Kampagne ist am 15. Juni gestartet, die geförderten Kurse beginnen am 1. September.

Überparteiliche Initiative

Civimus wurde am 11. September 2024 in Köln gegründet. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen ab: Die Begriffe Civis (Bürger, Mitbürger), Civitas (Bürgerschaft, Gemeinwesen) und Domus (Haus, Zuhause) ergeben sinngemäß „das Haus der Bürger“ – ein Ort, an dem Gesellschaft zusammenkommt. Zugleich, heißt es, stehe Civimus als Leitgedanke für „Wir sind losgegangen“ – eine Bürgerbewegung, die nicht wartet, sondern handelt.

Der Verein versteht sich als überparteiliche Initiative, die demokratische Strukturen und zivilgesellschaftliches Engagement stärken will. Das Integrationsstipendium ist das erste öffentlich wirksame Förderprojekt des Vereins. Spenden und Anfragen zur Ausweitung des Programms auf weitere Volkshochschulen seien willkommen, heißt es.