Elon Musk will wegen der Berichterstattung des ZDF während der rassistisch motivierten Proteste in Nordirland
rechtliche Schritte gegen den Sender einleiten. »Gegen das ZDF wird
wegen seiner ungeheuerlichen Lügen rechtlich vorgegangen«, schrieb der Billionär in seinem Onlinedienst X. Musk kündigte dies in einer Antwort auf einen Post von Julian Reichelt an, ehemaliger Bild-Chefredakteur und mittlerweile Chef des rechtspopulistischen Portals Nius.
Konkret geht es um die Sendung ZDF heute live vom 12. Juni. Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg berichtet darin von einem Mordversuch in Belfast und einem Video von der Tat, das viral geht. »Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Techmilliardär Elon Musk.« Es klingt dort also so, als hätte Musk zur Jagd auf Migranten aufgerufen.
Das ZDF hat in der entsprechenden Sendungsbeschreibung inzwischen einen Hinweis ergänzt. Die Formulierung der Moderatorin sei »unpräzise und deshalb
missverständlich«, heißt es da. Tommy Robinson habe nach dem Messerangriff in Belfast zu Protesten aufgerufen, Musk habe den Post geteilt.
Rassistische Ausschreitungen laut Polizei online koordiniert
Robinson ist ein bekannter britischer Rechtsextremist. X-Eigentümer Musk hatte sich Robinsons Aufruf zu Protesten in ganz Großbritannien angeschlossen und an seine 240 Millionen Follower auf X
geschrieben: »Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich
etwas ändern.«
© Lea Dohle
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In Belfast gab es vergangene Woche gewalttätige rassistisch motivierte Proteste. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen Steine
werfende Demonstranten vor. Fahrzeuge und auch Häuser wurden in Brand
gesteckt. Betroffen waren vor allem
ethnische Minderheiten und andere ausländische Bewohnerinnen und Bewohner.
Polizei und Politiker teilten mit, ein Teil der Gewalt sei
online angestiftet und koordiniert worden: Im Netz kursierten demnach Listen
mit Unterkünften von Asylsuchenden und Adressen von Einwanderungsberatungen.
Anlass der Ausschreitungen war ein Messerangriff am Montagabend mit einem Schwerverletzten
gewesen. Wegen der Tat ist ein Verdächtiger aus dem Sudan wegen versuchten
Mordes angeklagt worden.
Einige Tage nach den Krawallen demonstrierten in Belfast mehrere Tausend Menschen gegen Rassismus.
Gewalt in Nordirland
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Nordirland:
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Nachrichtenpodcast:
Wer steckt hinter den rechtsextremen Ausschreitungen in Belfast?