Am 8. Juni mussten viele Fortuna-Fans kurz schlucken. In einer emotionalen Botschaft wandte sich Florian Kastenmeier an die Anhänger des Zweitliga-Absteigers und verkündete, dass er nicht mit dem Verein in die Dritte Liga gehen wird – für ihn endet die Zeit in Düsseldorf offiziell mit seinem Vertragsende am 30. Juni. Danach blickten nicht nur die Anhänger der Düsseldorfer voraus und rechneten mit einer schnellen Antwort auf die Frage, wohin es den Kapitän zieht. Zuletzt wurde er mit Werder Bremen, dem SC Paderborn, Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Auch die Anhänger jener Erst- und Zweitligisten warteten deshalb auf einen aktuellen Stand.

Eine heiße Spur führte zu Werder, doch dieser Wechsel ist nun geplatzt. Wie „Bild“ und „Deichstube“ am Dienstagvormittag übereinstimmend berichteten, haben die Verhandlungen zwischen Kastenmeier und den Bremern nicht zum Erfolg geführt. Ohne Einigung geht die Suche nun für beide Parteien weiter. Werder-Trainer Daniel Thioune hatte schon im April öffentlich verkündet, gerne wieder mit Kastenmeier zusammenarbeiten zu wollen. Dazu kommt es aber nicht.

Somit heuern Cedric Itten und Kastenmeier nach dem Abstieg nicht bei demselben Klub an. Der Schweizer hat sich Medienberichten zufolge schon mündlich mit Werder geeinigt, die Unterschrift soll zeitnah erfolgen. Werder befindet sich auf der Suche nach einem Herausforderer für Karl Hein, der nach dem Wechsel von Mio Backhaus zum SC Freiburg als Nummer eins eingeplant ist. Kastenmeier hingegen will den nächsten Karriereschritt gehen und entschied sich deswegen gegen ein Verbleib bei Fortuna in der Dritten Liga.

Nach der Fortuna-Absage galt Bremen als eines der wahrscheinlichsten Ziele des gebürtigen Regensburgers. Nach der nächsten Kehrtwende im Kastenmeier-Poker ist aber weiterhin unklar, welches Trikot der Torhüter in der kommenden Saison tragen wird. Hannover-Aufsichtsratschef Martin Kind bestätigte in der vergangenen Woche, dass auch der Zweitligist aus Niedersachsen tatsächlich Interesse an Kastenmeier hat, betonte aber, dass er nach mehreren Wochen des Wartens auf eine Kastenmeier-Entscheidung so langsam die Geduld verliere.

Fortunas Sportvorstand Samir Arabi hatte zuvor eine schnelle Entscheidung von Kastenmeier gefordert, nachdem sich beide auf Mallorca getroffen und über die aktuelle Situation ausgetauscht hatten. Kastenmeier verkündete nach seiner Bedenkzeit, Fortuna den Rücken zu kehren. Anschließend wurden die Gespräche mit Marcel Lotka, seinem bisherigem Vertreter, intensiviert. Doch auch der gebürtige Duisburger wird die Düsseldorfer verlassen. Lotkas Wechsel zu Energie Cottbus wurde am Montagabend vom Zweitliga-Aufsteiger verkündet.