Denn ein weiteres Problem ist, dass keiner vorher weiß, welche Förderprognose man für welche weiterführende Schule erreichen muss. Die jeweilige Notengrenze steht, wie bei Studienplätzen, nicht im Vorhinein fest. Sie errechnet sich jedes Jahr neu aus den Notendurchschnitten der sich bewerbenden Kinder.

Familien aus Bezirken mit zu wenigen Schulplätzen suchen daher nach der einer möglichst sicheren Nummer. Da in einigen Bezirken (fast) alle (guten) Schulen übernachgefragt sind, hat das Kind dort definitiv nur bei seiner Erstwunschschule eine Chance.

Bleibt noch die Hoffnung auf den Lostopf bei beliebten Schulen. Auf den entfallen theoretisch 30 Prozent der Schulplätze – wie hoch die Chance auf ein gutes Los hier ist, ist allerdings auch unklar. Denn hier landen alle Erstwunsch-Schüler, die keinen Platz bekommen haben, weil ihr NC nicht gut genug war. Und: der Lostopf verringert sich um die Plätze, die an Geschwisterkinder von Kindern, die bereits an der Schule sind, gehen – und teils auch für Härtefälle.