Mitten in WM-Übertragung

ZDF-Mann platzt der Kragen im TV

16.06.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.

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Oliver Schmidt: Er kommentiert schon seit Jahren für das ZDF. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Die Fifa verärgert die Fans schon im Vorlauf der WM. ZDF-Kommentator Oliver Schmidt spricht während einer Übertragung das aus, was sich viele Anhänger denken.

Die WM 2026 hat schon so einige Themen mit sich gebracht, über die sich viele Beobachter aufregen. Die Einreisebeschränkungen in den USA, die Werbeunterbrechungen in den Trinkpausen und die Ticketpreise sind dabei nur einige der Aufreger. ZDF-Kommentator Oliver Schmidt fand mit Blick auf die teuren Karten deutliche Worte.

Bei der Übertragung des Gruppenspiels zwischen Uruguay und Saudi-Arabien empfing er die Zuschauer mit einem enttäuschten Blick ins weite Rund des Hard Rock Stadiums in Miami. „Leider, leider, leider – das hat keine Partie bei dieser Weltmeisterschaft verdient: einige Lücken auf den Zuschauerrängen“, stellte der Kommentator fest. „Über 60.000 passen hier rein ins Stadion der Miami Dolphins. Auch schon der Super Bowl hat hier stattgefunden. Tja, die Fifa bekommt die Quittung für die völlig überteuerten Tickets zu diesem Turnier.“

Damit war der ZDF-Mann aber noch nicht fertig. „Fußball gehört den Fans! Nur bei der Fifa haben sie gedacht, hier können sie mal so richtig abschöpfen“, legte Schmidt nach. „Vielleicht ein bisschen naiv, und trotzdem habe ich die Hoffnung, dass die leeren Plätze die Männer in den Nadelstreifen zumindest mal zum Grübeln bringen werden.“

Im Video | Real-Star vergibt Siegtor in letzter Minute

Video lädtPlayer wird geladenQuelle: MagentaTV

Schmidt, der schon seit 2010 sportliche Großveranstaltungen am ZDF-Mikro begleitet, stellte etwa 15 Minuten nach Spielbeginn fest, dass sich das Stadion „mittlerweile doch ein bisschen mehr gefüllt“ hat. Es sei „nicht ganz so schlimm, wie auf den ersten Blick gedacht“.

Offiziellen Angaben zufolge waren 62.764 Fans im Stadion, knapp 2000 Sitze blieben demnach frei. „Gegenüber sehen Sie’s, beziehungsweise können Sie es erahnen in der Mitte – das sind wahrscheinlich die ganz wuchtigen Plätzchen –, die sind doch sehr leer“, stellte Schmidt fest. „Und das ist einfach nicht schön! Weil auch wir haben in der Stadt Menschen getroffen, die gerne hingehen würden. Sich das aber wie schon in Mexiko-City nicht mehr erlauben können.“