Eine Person betankt ein Auto an einer Tankstelle.

Stand: 16.06.2026 • 14:18 Uhr

Nach der Entspannung am Persischen Golf sinken an den Tankstellen die Spritpreise wieder in Richtung Vorkriegsniveau. Zu früh freuen sollten sich die Autofahrer aber besser nicht.

Mit dem fallenden Ölpreis im Rücken sinken auch die Spritpreise an den Tankstellen wieder – am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,816 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren zwar nur 1,3 Cent weniger als am Vortag, es war aber bereits der siebte Tag mit Rückgängen in Folge.

Auch am Morgen geht der Preisrutsch weiter – ein Liter Diesel kostete im bundesweiten Durchschnitt 1,764 Euro – 2,1 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Vortag. Ein Liter Superbenzin E10 kostete 1,826 Euro – 1,6 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Damit nähern sich die Preise wieder dem Vorkriegsniveau an.

Tankrabatt wird nicht verlängert

Zu früh sollten sich die Autofahrer aber nicht freuen – denn der Tankrabatt der Bundesregierung wird nicht über den 30. Juni dieses Jahres hinaus verlängert. Mit immerhin fast 17 Cent je Liter schlägt der Verzicht auf Energiesteuern zu Buche. Es drohen also wieder höhere Preise – auch wenn der Dieselpreis noch unter der Schallgrenze von 2,00 Euro je Liter bleiben könnte.

Brüchiger Friede

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird auch sein, ob der wichtige Seeweg der Straße von Hormus frei bleibt. Immerhin ein Fünftel des Weltölmarktes wird durch den engen Seeweg abgewickelt. Über die baldige Freigabe soll dem ausgehandelten Abkommen zwischen den USA und Iran zufolge ab Freitag verhandelt werden.

Ein Abkommen, das derzeit allerdings mehr Fragen als Antworten aufwirft, zu viele Details bleiben noch ungeklärt. Zudem sind viele petrochemische Anlagen am Persischen Golf beschädigt worden, so dass die alten Lieferketten nicht so schnell wieder hergestellt werden können. Das alles spricht dafür, dass der Spritpreis weiter auf hohem Niveau bleiben wird.