Deutschland hat die letzten sieben Castorbehälter mit Atommüll aus der Wiederaufbereitung radioaktiver Brennstäbe im Ausland zurückgenommen. Wie die wie die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) in Essen mitteilte, erreichten sie den Hafen im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel an Bord des Spezialschiffs Pacific Grebe. Es handelte sich um Rückstände aus der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield.

Nach GNS-Angaben gehen die Castorbehälter in das Atommüllzwischenlager am stillgelegten Atomkraftwerk Brokdorf bei Brunsbüttel. Der Transport dorthin sei mit Transportfahrzeugen über die Straße geplant. Diese sollten »in den darauffolgenden Tagen« einzeln in das staatliche Zwischenlagergebäude fahren und nacheinander entladen werden.

Deutsche Atomkraftwerksbetreiber ließen in der Vergangenheit regelmäßig verbrauchte Brennelemente aus ihren Reaktoren zur Wiederaufbereitung in spezielle Anlagen im britischen Sellafield und im französischen Le Havre bringen. Dabei verpflichteten sie sich vertraglich, die nicht weiter verwertbaren radioaktiven Rückstände zurückzunehmen. Ergänzend garantierte die Bundesrepublik Deutschland dies auch in völkerrechtlichen Verträgen.

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